Projekte

Projekte der Förderperiode 2007-2013

  • Projektträger: Gemeinde Tegernheim
  • Leader Förderung: 18.290 €

Die Tegernheimer Schlucht zählt zu den wichtigsten Geotopen in Bayern. Hier treffen drei geologische Großeinheiten unterschiedlichen Alters aufeinander. Das östliche Grundgebirge (Alter 600 – 300 Mio. Jahre) mit Gneisen und Graniten, grenzt an der „Keilberg-Störung“ an das Schichtstufenland (Alter 250 – 100 Mio. Jahre), das aus Trias- und Juragesteinen besteht. Die südliche Grenze dieser beiden Einheiten bildet der markante Donaurandbruch (Alter ab 60 Mio. Jahre), der zum Teil aus Gesteinen der Erdneuzeit besteht.

Die geologischen Besonderheiten der Tegernheimer Schlucht sind anhand eines Lehrpfades anschaulich dargestellt und erklärt, um Einheimischen und Besuchern interessante Einblicke in die Erdgeschichte der Region und ihre lokalen Merkmalen zu geben. Dazu wurde der Rundweg infrastrukturell aufgewertet, mit sieben Informationsstationen (einige davon speziell für junge Forscher) und insgesamt 25 Informationstafeln versehen. Hier finden sich neben eigens aufgestellten massiven Granit-, Sandstein- und Kalkblöcken auch Informationen zu Altstraßen und Altwegen, Dolinen- oder Trichtergruben, Niederwaldwirtschaft, Trockenrasen und einer Pflanzenwanderung aus dem Osten. Auf die jungen Besucher warten z.B. ein Insektenhotel oder der „Holzweg für kluge Köpfe“.

Die Informationen wurden wissenschaftlich aufbereitet und auf eine breite Basis gestellt, so dass der Lehrpfad von unterschiedlichsten Zielgruppen genutzt werden kann. Die interessanten geologischen Zusammenhänge der Tegernheimer Schlucht sind sowohl für Fachinteressierte als auch Schulklassen und Familien erfahrbar.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Aufwertung der Wegeinfrastruktur
  • Planung und Gestaltung eines Rundwegs mit sieben Stationen zum Lehrpfad, drei Stationen dabei speziell für junge Forscher
  • Ausgestaltung der Stationen mit rund 25 wissenschaftlich aufgearbeiteten Informationstafeln und Anschauungsbeispielen, z.B. massive Granit-, Sandstein- und Kalkblöcke
  • Kostenloser Informationsflyer als Begleitmaterial zum GEOPFAD
  • Projektträger: Gemeinde Wiesent
  • Leader Förderung: 121.546 €

Die Geschichte des Kellergewölbes in Wiesent lässt sich bis ins Jahr 1812 zurückverfolgen. Laut Kaufurkunde von 1812 war der „äußere Sommerkeller“ dem Schloss zugehörig. Die Nutzung erfolgte später auch durch die im Schloss Wiesent ansässige Brauerei und anschließend durch die örtliche Gastwirtschaft zur Bierlagerung. Das über 200 Jahre alte und einzige Kellergewölbe des Ortes stellt für die Gemeinde Wiesent ein wichtiges Kulturgut dar. Die Gemeinde verfügte vor der Sanierung über keine Räumlichkeiten, die einen entsprechenden Rahmen für die Bemühungen zum Erhalt der ländlichen Kultur geboten hätten.

Im Rahmen der Aufwertung wurde die Baukonstruktion saniert, ein Sanitärbereich und Technikraum angelegt sowie der Innenbereich mit Steinfußboden, Stromanschluss, Beleuchtug, Heizungsanlage, Innenausstattung und Mobiliar aufgewertet. Zudem erfolgte die statische Sicherung des bestehenden Kellergewölbes durch Sicherungsmaßnahmen im Innenbereich. Zur Wahrung des historischen Charakters wurde die Maßnahme hinsichtlich der Ausgestaltung und Materialwahl fachlich durch die untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt Regensburg und dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege begleitet.

Neben dem Erhalt von ländlichem Kulturgut konnte mit der Sanierung des historischen Kellergewölbes in der Ortsmitte von Wiesent ein besonderer Veranstaltungsraum geschaffen werden, an dem es bis dato gefehlt hat. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten als Kulturzentrum und Veranstaltungsort haben sich als eine Bereicherung für die örtliche Kultur- und Brauchtumspflege erwiesen und tragen zur Belebung der Ortsmitte bei.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Sanierung der Baukonstruktion
  • Bau eines Sanitärbereiches und Technikraumes
  • Ausbau des Innenbereiches mit Steinfußboden, Stromanschluss, Beleuchtung, Heizungsanlage, Innenausstattung sowie Mobiliar
  • Statische Sicherung des bestehenden Kellergewölbes durch Sicherungsmaßnahmen im Innenbereich mit Abdichtung bis Unterkante Frostschutz
  • Schaffung eines historischen Veranstaltungsraums
  • Projektträger: Gemeinde Brennberg
  • Leader Förderung: 20.584 €

Die Geschichte der Burganlage Brennberg lässt sich bis ins späte zwölfte Jahrhundert zurückverfolgen, "Chuno de Brennenberch" wird 1171 als Ministeriale des Regensburger Bischofs genannt. Der auf einem 653 Meter hohen Granitfelsen gelegene Besitz wechselte in den darauffolgenden Jahrhunderten oftmals die adeligen Besitzer. Nach den Thurn und Taxis übernahm 1935 die Gemeinde Brennberg die Burgruine. Zwischen 1978 und 1981 wurde die Burgruine umfassend saniert und bildet seither einen touristischen und kulturellen Anziehungspunkt für Urlauber, Einheimische und Naherholungssuchende aus der Region Regensburg.

Mit der Umsetzung des Projektes „Burgensteige im Regensburger Land“ in der Förderperiode LEADER+ hat der Landkreis Regensburg seine Burgruinen als Wanderziele thematisch verbunden und zugleich den kulturgeschichtlichen Hintergrund aufgearbeitet. Die Burgruine Brennberg bildet seitdem den Ausgangspunkt für den Brennberger Burgensteig, einem von fünf Burgensteigen im Regensburger Land. Darauf aufbauend sollte in der Förderperiode Leader in ELER mit zielgerichteten Projekten das kulturelle Leben entlang der Burgensteige gefördert werden.

Im Falle von Brennberg erreichte man dies durch die bauliche und technische Sanierung des Sommerkellers der Burganlage. Das historische Kellergewölbe kann zukünftig als Raum für kleinere Veranstaltungen oder als zusätzliche Fläche bei größeren Veranstaltungen auf dem gesamten Areal der Burganlage genutzt werden.

Neben der Weiterentwicklung der Regensburger Burgensteige ergaben sich durch die Sanierung des historischen Sommerkellers zusätzliche kulturelle Nutzungsmöglichkeiten für aktive örtliche Vereine, Laienspielgruppen, überregionale Konzerte und gemeindliche Veranstaltungen.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Bauliche und technische Sanierung des Sommerkellers
  • Erweiterung der Innenausstattung mit einer transportablen Bühne
  • Schaffung eines Raumes für eigene, kleinere Veranstaltungen oder Ergänzungsfläche bei größeren Veranstaltungen auf dem gesamten Burggelände
  • Besucherlenkungsmaßnahmen
  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • Leader Förderung: 15.700 €

Im Jahr 2005 startete das Projekt Burgensteige mit einem „Burgenwegkonzept“. In mehreren Projektphasen wurde das kulturhistorische Potenzial der Burgen und Burgruinen im Landkreis Regensburg aufgegriffen, plakativ aufbereitet und ein abgestimmtes Gesamtprojekt umgesetzt. Wandern von Burg zu Burg im Regensburger Land ist seit 2008 auf fünf Burgensteigen mit mehr als 200 km Gesamtlänge und über 40 Informationstafeln möglich. Zudem entstanden zwei übersichtliche Wanderkarten und eine informative Homepage.

Durch die „Pädagogische Aufwertung und zielgruppenspezifische Aufbereitung der Burgensteige“ sollte das Potenzial der Burgen bzw. des Mittelalters tiefgründiger und zielgruppengerecht erschlossen und Geschichte erlebbarer gemacht werden.

Um das Thema Burgen und die Burgensteige für Schulen interessant zu gestalten, wurde ein zielgruppen- und schulpädagogisches Konzept erarbeitet. Dabei entstanden ein umfangreicher Informationsordner mit pädagogischen (Lehrer-) Handreichungen zu geschichtlichen Inhalten und Wissensvermittlung sowie ein ausleihbarer „Burgenkoffer“ mit allerlei zeitgeschichtlichen Exponaten, wie z.B. einem historischen Zollstock.

Um die wertvollen Burgruinen samt der Burgensteige für den Gast zugänglicher zu machen, waren qualifizierte Burgenführer wichtig. Dazu startete im Jahr 2011 die Ausbildung zum Burgenführer in Kooperation mit der VHS Regensburger Land. An mehreren Seminarabenden vermittelten Fachreferenten grundlegendes und weiterführendes Wissen, u.a. in den Themenbereichen Kunstgeschichte, Didaktik und Umgang mit Gruppen. Seither bieten rund 20 ausgebildete Burgenführer ein attraktives Führungsprogramm an, das über die VHS buchbar ist.

Als dritter Baustein sollten attraktive und themenbezogene Einkehrmöglichkeiten entlang der Burgensteige entstehen. Verschiedene Gastronomiebetriebe bieten nicht nur wanderfreundlichen Service, sondern unterstützen auch die Bewerbung der Burgensteige spielerisch, z.B. durch Mal- und Rätselbögen mit Ritter Wonnebold für Kinder, Tischaufsteller, Bierfilze etc.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Umfangreiches zielgruppen- und schulpädagogisches Konzept mit Burgensteigkoffer, der neben einem umfangreichen Informationsordner noch verschiedene historisch nachempfundene Utensilien enthält
  • Ausbildung von 20 Burgenführern in Zusammenarbeit mit der VHS Regensburger Land
  • Einbindung von Gastgebern als Burgensteig-Partner mit speziellen Burgensteig-Materialien, wie z.B. Mal- und Rätselbögen für Kinder, Speisekarteneinleger, Tischaufsteller, Bierfilze
  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • Leader Förderung: 8.967 €

Das Service- und Qualitätsbewusstsein von Gästen stieg in den letzten Jahren stark an. Um dem als Gastgeber gerecht zu werden, war und ist es absolut notwendig, Qualitätsstandards im touristischen Bereich nachhaltig zu erhöhen. Im Rahmen der Qualitätsoffensive des Landkreises Regensburg wurden Schulungen, Betriebsberatungen und Infoveranstaltungen zu ausgewählten Schwerpunktthemen angeboten, um Gastgebern Impulse zu geben, die Qualität ihrer Angebote zu verbessern.

Zum Auftakt fanden im Rahmen des Tourismustages in Wörth an der Donau vier Vorträge unterschiedlicher Fachreferenten statt, die rund 55 Besuchern wichtige Aspekte zum Themenkomplex „Qualität im touristischen Angebot“ näherbrachten.

Im zweiten Schritt wurden 15 Betriebschecks von Tourismusexperten durchgeführt. Der Check bestand aus einem anonymen Betriebsbesuch durch einen externen Fachpartner, der von der Außenfassade über die Gasträume, den Service, die Speisekarte bis hin zum betrieblichen Marketing mit einem prüfenden Auge hingeschaut und in einem abschließenden Beratungsgespräch nützliche Tipps zur Optimierung des Hauses und Marketings aufgezeigt hat.

Als dritter Projektbaustein wurden 13 Seminare für Gastgeber und touristische Partner angeboten, die mit über 200 Teilnehmern aus 45 Betrieben gut besucht waren. Neben Informationen zu regionalen Angeboten und zur Tourismusarbeit im Landkreis stand eine Reihe an Fachthemen wie Beschwerdemanagement, Kommunikation mit dem Gast, die regionale Speisekarte u.v.m. auf dem Programm. Die Seminarreihe war zudem eine gute Austauschplattform der Betriebe untereinander. 

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Regionaler Tourismustag in Wörth 2010 mit touristischen Fachvorträgen
  • 15 Betriebschecks zur Bewertung von Gastgebern
  • Seminarreihe mit 13 Seminarterminen, an denen rund 200 Gastgeber und Tourismusfachleute teilgenommen haben
  • Projektträger: Markt Regenstauf
  • Leader Förderung: 150.000 €

Über die Jahrhunderte hinweg erlebte der Schlossberg eine sehr wechselvolle Geschichte. Im Mittelalter als Standort einer Befestigungsanlage, entwickelte sich der Schlossberg im 20. Jahrhundert durch seine exponierte Lage, in der Mitte des Marktes Regenstauf und oberhalb des Regentals, zu einem geschätzten Ausflugsziel für Einheimische und Besucher aus Regensburg. In der jüngeren Vergangenheit hat das Areal aus verschiedenen Gründen aber an Attraktivität verloren. Mit der touristischen und kulturellen Erschließung unter dem Thema “Geschichte trifft Natur“ sollte der Schlossberg wieder aufgewertet und damit die Grundlagen zur Revitalisierung als attraktives Naherholungs- und Ausflugsziel gelegt werden.

Dazu entstanden im Untergeschoss der Gaststätte detailliert und modern gestaltete Ausstellungsräume mit Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Schlossbergs, Texten und Exponaten zur Tier- und Pflanzenwelt, interaktiven (Spiel-) Elementen, Führungsangeboten u.v.m. zum Leitthema „Geschichte trifft Natur“. Auch die attraktive fußläufige Verbindung vom Markt Regenstauf hinauf zum Schlossberg, der seit 1874 bestehende Kreuzweg mit 14 Stationen, wurde infrastrukturell aufgewertet (Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit und der Beleuchtung sowie Rekultivierung hin zu dem ursprünglichen Alleecharakter). Der historische Kreuzweg endet am Plateau um den Aussichtsturm am Schlossberg, das gleichzeitig der Ausgangspunkt für den Burgensteig im Regental ist. Daher war eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in diesem Bereich besonders von Nöten. Im Kontext zum Burgensteig entstand ein bespielbares Freiraumelement in Form eines Ritterturniers. Einige Meter weiter errichtete der Markt Regenstauf zur thematischen Verbindung und pädagogischen Aufwertung der Burgensteige einen Erlebnisspielplatz in Form einer mittelalterlichen Burganlage. Zur besseren Orientierung der Gäste am Schlossberg wurden schließlich noch mehrere Beschilderungs- und Besucherlenkungsmaßnahmen umgesetzt. Mit einem neu gestalteten, mehrseitigen Flyer können sich Besucher vor und während ihres Aufenthalts über die kulturellen und ökologischen Besonderheiten des Schlossbergs informieren.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Aufwertung der Wegeinfrastruktur und Grünbereiche
  • Beschilderungs- und Besucherlenkungsmaßnahmen
  • Aufwertung der Umgebung des Aussichtsturms als Endpunkt des Kreuzweges und Startpunkt des Regentaler Burgensteiges
  • Infrastrukturelle und landschaftspflegerische Aufwertung des Kreuzweges
  • Informations- und Ausstellungsräume im Untergeschoss der Gaststätte zum Thema „Geschichte trifft Natur“
  • Burgen-, Ritter- und Waldspielplatz als thematische Verbindung zum Burgensteig im Regental
  • Kostenloser Informationsflyer „Geschichte trifft Natur“
  • Projektträger: Obst- und Gartenbauverein Wörth an der Donau
  • Leader Förderung: 11.070 €

Die Oberpfälzer Kulturlandschaft war über Jahrhunderte durch die strukturbildenden Silhouetten der Obstbäume geprägt. In Streuobstwiesen, Alleen und Einzelbäumen bildeten die Obstbäume Ortsrandeingrünung, Strukturelemente in der Landschaft und vielfältigen Lebensraum für die heimische Tierwelt. Zudem war das Obst grundlegender Bestandteil der Ernährung der Bevölkerung.

Im Zuge der landwirtschaftlichen Rationalisierung, Flurbereinigung und Ausdehnung der Siedlungen sind diese Elemente unserer Kulturlandschaft nahezu vollkommen verschwunden. Obst zum Verzehr und Obstsaft als Getränk werden zu großen Teilen aus anderen Ländern importiert.

Der Obst- und Gartenbauverein Wörth an der Donau hat sich zum Ziel gemacht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Dazu wurden in den vergangenen gut zehn Jahren etwa 1000 Obstbäume in der Region gepflanzt. Daneben sollte auch deren Nutzwert bei der Bevölkerung wieder ins Bewusstsein gerufen werden, um so die privaten Bestände wieder zu erhöhen. Mit der Errichtung einer Kelterei im Ortsteil Oberachdorf konnte eine Möglichkeit zur sinnvollen Verwertung des heimischen Obstes geschaffen werden. Jedermann kann hier sein Obst anliefern und zusehen, wie aus den eigenen Früchten genussfertiger Saft gewonnen wird, der haltbar gemacht und handlich verpackt gleich mitgenommen werden kann. Der Betrieb der Anlage erfolgt kostendeckend durch den eingetragenen Verein – Gewinn wird dabei nicht erzielt. Unterstützung bei seinem ehrenamtlichen Engagement bekommt der OGV Wörth durch den OGV aus der Nachbargemeinde Wiesent.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Errichtung eines Gebäudes für die Vereinskelterei (nur Materialkosten, Arbeitsleistung ehrenamtlich durch OGV)
  • Installation der technischen Anlage (Wasch- / Mahlanlage, Presse, Pasteur, Abfüllungsanlage)
  • Erstwerbung mit Inserat und Flyer zum Bekanntmachen des Angebotes
  • Projektträger: Dechant-Wiser-Stiftung Regenstauf
  • Leader Förderung: 150.000 €

Im Ortskern von Regenstauf stand seit einigen Jahren ein ehemals landwirtschaftliches Anwesen mit angeschlossener Gastronomie leer. Mit Unterstützung mehrerer Fördermittelgeber revitalisierte die Dechant-Wiser-Stiftung dieses Gebäude durch verschiedene Jugendhilfeprojekte und Angebote zur Jugendkulturarbeit.

Im Rahmen der Leader-Förderung konnte das, aus dem 16. Jahrhundert stammende, historische Kellergewölbe zu einer Aktions- und Werkstattbühne für Jugendliche mit moderner Licht- und Audiotechnik ausgebaut werden. Dadurch entstand ein Angebot zur Jugendkulturarbeit / -bildung in Form von Tanz, Theater, Literatur und Musik (alles möglichst selbst entwickelt). Hier bietet sich die Möglichkeit zum Üben und für öffentliche Veranstaltungen. Durch die Chance zum Experimentieren, Entwickeln, Darstellen und Präsentieren können die eigene Persönlichkeitsentwicklung und -bildung gefördert, sowie sozialräumliche Bildungs- und Kulturstrukturen fortgeschrieben und weiterentwickelt werden. Auch die Integration von Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten oder mit Migrationshintergrund spielt eine wichtige Rolle. Gleichzeitig stellt die Aktions- und Werkstattbühne ein Angebot im ländlichen Raum als Gegenpol zur Konzentration und Verlagerung von kulturellen / sozialen Angeboten im und in das Oberzentrum Regensburg dar.

Bisher fanden verschiedene Veranstaltungen statt, wie z.B. eigene Theaterstücke, Kinderkino oder Poetry-Slams. Die Angebote und Veranstaltungen wurden hauptsächlich vom Personal aus dem Thomas-Wiser-Haus durchgeführt. Entsprechende Ressourcen, Personal und umfassende Erfahrungen der speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vorhanden. Aber auch Schulen und Vereine wurden integriert und Kooperationen mit Ihnen durchgeführt.

Mit dem Ausbau des historischen Gewölbekellers in Regenstauf konnte aber nicht nur ein Angebot zur gezielten Kinder- und Jugendkulturarbeit geschaffen, sondern gleichzeitig ein leerstehendes Gebäude zur sozialen und kulturellen Stärkung des Ortskerns wiederbelebt werden.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Sanierungs- und Baumaßnahmen zur Nutzung des Kellergewölbes
  • Inneneinrichtung: Bühne für Veranstaltungen, moderne Licht- und Audiotechnik, Bestuhlung, Tische, Garderobe und Empfangstheke
  • Erstwerbung, Plakate und Flyer
  • Projektträger: Gemeinde Wiesent
  • Leader Förderung: 6.720 €

Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Ruine Heilsberg liegt ca. fünf Kilometer vom Ort Wiesent entfernt. Sie ist bereits seit dem 16. Jahrhundert verlassen. In der Vergangenheit wurden vereinzelt Freilichtaufführungen, musikalische Darbietungen oder Vorlesungen in der historischen Kulisse angeboten, die außerordentlich gut besucht waren. Für jede dieser Veranstaltungen mussten allerdings sämtliche Bedarfsgegenstände zur und von der Burgruine transportiert werden. Ein Problem stellte dabei ein fehlender Weg bzw. gut begehbarer Zugang zur Burgruine dar.

Um in den Sommermonaten sowohl für heimische Bürgerinnen und Bürger als auch für Gäste kulturelle Besonderheiten vor einer idyllischen Kulisse über den Bachtälern des Bayerischen Vorwaldes bieten zu können, waren Verbesserungen der Infrastruktur nötig. So wurde ein aufgelassener Forstweg wiederhergestellt, ein

Lagergebäude aus Holz in historischer Bauweise zum Unterbringen verschiedener Ausrüstungsgegenstände errichtet sowie Bühnenelemente und Sitzgelegenheiten für Besucher angeschafft. Durch diese einfachen infrastrukturellen Erschließungsmaßnahmen trägt die Burgruine Heilsberg zukünftig noch stärker zur kulturellen und touristischen Inwertsetzung der Region bei. Zudem wird auch das in der Förderphase LEADER+ begonnene Projekt „Burgensteige im Regensburger Land“ weiter gestärkt, in dem das kulturelle Leben entlang des Brennberger Burgensteiges deutlich aufgewertet wird.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Errichtung eines Lagergebäudes aus Holz in historischer Bauweise zur Unterbringung von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen
  • Anschaffung von Bühnenelementen und Sitzgelegenheiten für Besucher
  • Aufwertung und Lückenschluss des zuführenden Weges
  • Schaffung eines Ausflugs- und Veranstaltungszieles
  • Projektträger: Markt Kallmünz
  • Leader Förderung: 91.973 €

Hoch über dem Naabtal thront die aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammende Burganlage Kallmünz. Aufgrund ihrer prägnanten Lage sowie ihrer denkmalpflegerischen und kunsthistorischen Befunde, ist sie eine der eindrucksvollsten Burganlagen im Landkreis Regensburg. Hier bieten sich vielfältige Ansätze zur kulturellen Nutzung, die von ortsansässigen Vereinen mit großer Rücksicht auf das Denkmal und das umliegende Landschaftsschutzgebiet durchgeführt und begleitet werden. Außerdem ist hier der Startpunkt des Burgensteigs im Naabtal.

In der Vergangenheit ergaben sich aber immer wieder Probleme durch wildes Parken der Besucher und Aufsteigen zur Burg mitten durch das Landschaftsschutzgebiet. Mit dem Bau eines Parkplatzes am Fuße des Burgbergs und der gezielten Besucherlenkung entlang eines mit Kunstobjekten aufgewerteten Weges, können Gäste seither gezielt zur Burg geführt und damit das wertvolle Landschaftsschutzgebiet geschützt werden. Zudem wurden mit den Kunstwerken entlang des rund einen Kilometer langen Weges neue Anziehungspunkte geschaffen.

Das Projekt ist zudem ein Bestandteil des Gesamtkonzeptes „Kultur in mittelalterlichen Mauern“ und Teil der kulturellen Weiterentwicklung der „Regensburger Burgensteige“. Dabei wurden in der Förderphase LEADER+ im ersten Schritt über 40 Burgen und Burgruinen durch Wanderwege miteinander vernetzt und als Ausflugszielehervorgehoben. Im zweiten Schritt wurde in der Förderperiode Leader in ELER mit zielgerichteten Projekten das kulturelle Leben entlang der Burgensteige gefördert.

Mit dem vorliegenden Projekt konnte sowohl eine touristische und kulturelle Aufwertung der Burganlage Kallmünz als auch des Burgensteigs im Naabtal erreicht werden.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Bau eines Besucherparkplatzes am Fuße des Burgbergs
  • Besucherlenkungsmaßnahmen zur Wegführung und zum Schutz des wertvollen Landschaftsschutzgebietes
  • Baulich Aufwertung des Weges zur Burg
  • Kunstobjekte entlang des Weges zur Burg, die im Rahmen eines Kunstwettbewerbes entstanden
  • Projektträger: Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V.
  • Leader Förderung: 199.999 €

Der Kinder- und Jugendzeltplatz liegt malerisch zwischen Naab und einem Landschaftsschutzgebiet an den Hängen des bayerischen Juras bei Zaar / Kallmünz. Hier bieten sich hervorragende Möglichkeiten zum Erholen und zur Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Zeltlagern. Besonders in den Bereichen der ökologischen, der geschichtlichen, der erlebnispädagogischen und der sozialen Bildung können die Kinder und Jugendlichen unmittelbare Erfahrungen sammeln sowie Neues erleben und ausprobieren. Das Kreisjugendamt bietet beispielsweise Ferienangebote und -zeltlager mit Betreuung durch qualifizierte Jugendpfleger an.

Der Jugendzeltplatz war bisher aber nur mit einfachen sanitären Anlagen, einer kleinen Küche und Abspülbecken im Freien ausgestattet, wodurch die Nutzung zahlenmäßig limitiert war und sich auf die warme Jahreszeit von etwa April bis September bzw. auf gutes Wetter beschränkte. Um mehr Kinder- und Jugendgruppen die Nutzung zu ermöglichen (und das auch bei schlechtem Wetter) plante der Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V. eine räumliche und funktionale Erweiterung des Kinder- und Jugendzeltplatzes in Zaar / Kallmünz.

Dazu wurde ein Erweiterungsbau aus heimischem Holz errichtet, der sich baulich am bisherigen Bestand orientierte. Durch die Multifunktionalität des neuen Gebäudes mit modernen sanitären Anlagen, einer gut ausgestatteten Küche, Aufenthalts- und Trockenraum, Unterstellmöglichkeiten sowie vier Betreuerzimmern, können zukünftig mehr Besuchergruppen den Zeltplatz nutzen, sich auch bei schlechtem Wetter beschäftigen und ihre nasse Kleidung oder Campingausstattung trocknen.

Durch die bewusste Verwendung von regionalem Holz als Baustoff zur Erweiterung des Kinder- und Jugendzeltplatzes, wurde gleichzeitig der Rohstoff Holz und die Bedeutung des Waldes als Lebens- und Erholungsraum in den Blickpunkt gerückt.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Errichtung eines Erweiterungsbaus aus heimischem Holz mit folgenden Räumlichkeiten: Großer Aufenthaltsraum, Küche, Sanitäranlagen für Jungen und Mädchen, Büro, Trockenraum, Erste-Hilfe-Raum, Abstellraum, vier Betreuerzimmer mit dazugehöriger sanitärer Anlage (inklusive behindertengerechtem WC), Sammellager und eine überdachte Veranda
  • Dadurch räumlich und witterungsbedingt erweiterte Möglichkeiten zur gezielten Kinder- und Jugendkulturarbeit, d.h. erlebnispädagogischer, ökologischer und sozialer Bildung im ländlichen Raum
  • Besucherlenkungsmaßnahmen und umweltpädagogische Angebote zum erforderlichen Schutz von Flora und Fauna und zur Umweltbildung
  • Projektträger: Markt Regenstauf
  • Leader Förderung: 150.000 €

Der Markt Regenstauf hat sich unter dem Motto “Geschichte trifft Natur“ zum Ziel gesetzt, sein Naherholungspotenzial stärker in Wert zu setzen und die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem unmittelbaren Lebensraum und ihrer Geschichte erlebbarer zu machen. Ein Projekt dazu stellte die Aufwertung des Dorfweihers Karlstein dar.

Der im östlichen Marktgebiet gelegene Ortsteil Karlstein war vor allem durch seine herrliche landschaftliche Lage, das Karlsteiner Schloss, die örtliche Gastronomie und als Knotenpunkt im regionalen Wanderwegenetz ein beliebtes Naherholungsziel. Auch der Dorfweiher war ein lohnendes Ausflugsziel und, neben den ortsbildprägenden Gebäuden, ein wichtiger Bestandteil des Ortsmittelpunkts und damit des dörflichen Lebens. Leider hat der Dorfweiher in den letzten Jahrzehnten immer mehr von seiner Bedeutung eingebüßt. Durch fehlende Pflegemaßnahmen ging seine Zugänglichkeit und damit auch seine Erlebbarkeit verloren. Zudem verschlammte der Weiher über Jahre hinweg immer stärker, was sich nicht nur negativ auf die Ökologie auswirkte, sondern auch auf die Bedeutung als Naherholungsziel.

Unter der Mitwirkung von engagierten Dorfbewohnerinnen und -bewohnern wurde ein Entwicklungskonzept zur ökologisch nachhaltigen und touristisch optimierten Erschließung des Dorfweihers in Karlstein erstellt.

Um mit den Erdarbeiten (Entschlammung) am Weiher beginnen zu können, musste der Weiher zuerst vollständig abgelassen und der zufließende Karlsteiner Bach zeitweise umgeleitet werden. Parallel zu den Erdarbeiten wurden durch den Einsatz von Pflegeeingriffen (z.B. Baumschneidearbeiten, Aufbereitung und Lückenschluss der ursprünglichen Wege) die historischen Sichtbezüge und Strukturen des ehemaligen Landschaftsgartens Schlosspark wieder hergestellt. Im nächsten Schritt gestaltete man die Außenanlagen. Dabei entstanden eine Treppenanlage mit Sitzsteinen als verbesserte Zugangsmöglichkeit, ein Holzsteg mit Plattform am Ufer bzw. im Weiher und die neu angelegten Flächen sowie die Uferböschungen wurden bepflanzt bzw. angesät. Zur allgemeinen Information und zum Schutz von Flora und Fauna stellte der Markt Regenstauf am Weiher sowie im Schlosspark Informationstafeln zum historischen Landschaftsgarten, der umgebenden Flora und Fauna sowie den regionalen Wanderwegen auf.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Teilentlandung der Teichfläche zur Verbesserung der Wasserqualität
  • Zurücknahme von Gehölzen zur Herstellung von Blickbezügen
  • Reaktivierung des ursprünglichen Wegesystems und Lückenschluss(Holzsteg) von Rundwegen im Schlosspark
  • Ufergestaltungsmaßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit
  • Schaffung einer attraktiven Zugangsmöglichkeit zum Weiher mit Sitzgelegenheiten (Treppenanlage mit Sitzsteinen)
  • Anlage eines Steges mit Plattform
  • Informationstafeln zu geschichtlichen und naturkundlichen Besonderheiten sowie regionalen Wanderwegen
  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • Leader Förderung: 21.770 €

Trotz vieler positiver Entwicklungstendenzen im Landkreis Regensburg und der günstigen strukturellen Rahmenbedingungen in direkter Nachbarschaft zum Oberzentrum Regensburg, blieb der Landkreis nicht von negativen Entwicklungen verschont. So führten vielschichtige gesellschaftliche Veränderungen zu einer steigenden Anzahl von leerstehenden Wohn- und Geschäftsgebäuden, teilgenutzten landwirtschaftlichen Anwesen und brachliegenden Baugrundstücke in den Ortskernen vieler Landkreisgemeinden. Trotz dieser sich immer weiter verschärfenden Problemlage in den zentralen Bereichen weisen viele Gemeinden, aufgrund einer positiven Bevölkerungsentwicklung durch vermehrten Zuzug, immer neues Wohnbauland und Einzelhandelsflächen am Ortsrand („auf der grünen Wiese“) aus. Oft ist der Grund dafür, dass keine klare Erkenntnis darüber besteht, welche Potenziale im Gebäude- und Flächenbestand noch vorhanden sind und wie künftiger Leerstand erkannt und verhindert werden kann.

Diese Erkenntnis sollte durch das Projekt „Leerstandsmanagement zur lebendigen Orts- und nachhaltigen Landkreisentwicklung “ im Gesamtzusammenhang betrachtet und Lösungsansätze erarbeitet werden. 16 Gemeinden aus dem Landkreis Regensburg beteiligten sich an diesem Projekt, das den ersten Schritt auf dem Weg zum Erhalt lebendiger Ortskerne darstellen sollte.

Bei der Umsetzung waren zwei Projektbausteine von zentraler Bedeutung. Zum einen wurden vorhandene und sich abzeichnende Leerstände sowie verborgene Flächenpotenziale erfasst, bewertet und in eine für Verwaltungszwecke auf Gemeindeebene entwickelte Datenbank (vom LfU Bayern kostenlos zur Verfügung gestellt) eingepflegt. Auf Basis der erhobenen Daten und individuellen Analysen der einzelnen Gemeinden entwickelte ein Planungsbüro zukunftsfähige Handlungsempfehlungen und Maßnahmen, um existierende Leerstände einer (neuen) Nutzung zuzuführen und absehbare Leerstände zu vermeiden. Den zweiten wichtigen Projektbaustein stellten Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung dar. Durch projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen und persönliche Beratungsgespräche konnten Kommunalpolitiker, Immobilienbesitzer und Teile der Bevölkerung für den Themenbereich Leerstandsmanagement und Innenentwicklung sensibilisiert werden.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Datenerhebung, -analyse und -bewertung von innerörtlichen Leerständen und Flächenpotenzialen
  • Erarbeitung umsetzungsreifer Maßnahmenvorschläge zum Erhalt der Funktionalität bzw. Revitalisierung der Ortskerne
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung von Politik, Bürgern, Leerstandbesitzern, Baubranche, Architekten etc. für die Thematik Leerstand und verstärkte „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“
  • Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit und persönliche, kompetente Beratung, Begleitung und Vernetzung von 16 Landkreisgemeinden
  • Projektträger: Gemeinde Sinzing
  • Leader Förderung: 26.937 €

Franz Xaver von Schönwerth (1810 – 1886) war der bedeutendste Oberpfälzer Sprachforscher und Volkskundler, Sagen- und Märchensammler. Um sein ganzes volkskundliches Werk, insbesondere seine Märchen und Sagen, einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, errichtete die Gemeinde Sinzing, in Zusammenarbeit mit der Schönwerth-Gesellschaft, dem Bezirk Oberpfalz und dem Landkreis Regensburg, einen Märchenpfad in direkter Nachbarschaft zum Walderlebniszentrum Regensburg und dem Kletterwald Regensburg.

Auf einem rund 400 Meter langen Rundweg im Prüfeninger Holz entstand ein Märchenpfad mit acht Stationen, die acht verschiedene Märchen und Sagen von Schönwerth zum Thema Wald sowie Natur- und Umweltschutz auf unterschiedliche Weise darstellen. An jeder Station findet sich eine Infotafel mit Kurzfassung des Märchens und einem QR-Code, über den sich der Besucher das Märchen komplett vorlesen lassen kann. Als besondere Attraktion wurde jedes Märchen zusätzlich durch ein individuell gestaltetes Kunstwerk dargestellt und mit fantasiereichen Spielmöglichkeiten ergänzt. Das neu gestaltete Begleitheft enthält neben den vollständigen Märchentexten weitere Informationen zum Märchenpfad sowie der Person Franz Xaver von Schönwerth und seinem Werk.

Neben seinem Freizeitwert leistet der Schönwerth-Märchenpfad einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der regionaltypischen Kulturgeschichte und Identität der Oberpfalz sowie zum unmittelbaren Anschauungsunterricht in der Natur und zur umweltpädagogischen Erziehung. Durch die räumliche Nähe zum Walderlebniszentrum und zum Kletterwald Regensburg können die vorhandene Infrastruktur und Synergien für die Besucher genutzt werden.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Ausbau eines Rundwegs mit einer Länge von ca. 400m
  • Acht künstlerisch gestaltete Märchenstationen mit Informationen, symbolhaften Kunstfiguren und phantasievollen Spielmöglichkeiten
  • Offene, einfache Sitzgruppe
  • Besucherlenkung und Übersichtstafel
  • Wegweiser, Begleitheft, Marketingmaßnahmen
  • Ergänzung des bestehenden natur- und erlebnispädagogischen Angebotes mit Walderlebniszentrum und Kletterwald im Prüfeninger Holz zum Sinzinger Wald Dreiklang
  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • Projektpartner: Landkreis Neumarkt, Markt Beratzhausen, Gemeinde Brunn; Gemeinde Deuerling, Stadt Hemau, Markt Laaber, Markt Nittendorf, Gemeinde Sinzing, Gemeinde Berg b. Neumarkt i.d.OPf., Markt Hohenfels, Markt Lauterhofen, Markt Lupburg, Stadt Parsberg, Gemeinde Pilsach, Gemeinde Seubersdorf, Stadt Velburg
  • Leader Förderung: 92.320 €

Die Schwarze Laber entspringt im Ortsteil Laaber der Gemeinde Pilsach und fließt rund 80 Kilometer durch den Bayerischen Jura bis nach Sinzing bei Regensburg, wo der Fluss in die Donau mündet. Bereits vor Beginn des Kooperationsprojektes wurde das Tal der Schwarzen Laber touristisch genutzt und beworben – allerdings regional begrenzt auf Gemeinde- bzw. Landkreisebene. Durch das Kooperationsprojekt, an dem sich die beiden Landkreise Regensburg und Neumarkt i.d.OPf. sowie 15 Gemeinden beteiligten, konnte das natürliche, fast unberührte Flusstal ganzheitlich aufgewertet und durch gemeinschaftliche Außendarstellung als (rad-) touristische Region etabliert werden. Als verbindendes Element diente dazu der (meist) flussbegleitende Rad-Wander-Weg.

Das Kooperationsprojekt hatte zwei zentrale Bausteine. Zum einen die Qualitätssteigerung der touristischen Infrastruktur. Dazu wurden mit einer durchgängigen Wegführung, gleichmäßig guter Befahrbarkeit, einheitlicher Beschilderung nach FGSV-Standard (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) und qualifizierten Gastgebern, die „Mindeststandards“ für einen Radweg optimiert. Zusätzlich entstanden auch sogenannte Alleinstellungsmerkmale in Form von künstlerisch gestalteten Informationspavillons und -toren sowie blau eingefärbten Lesesteinen. Zusammen mit neuen Informationstafeln und unter Einbeziehung von bestehenden landschaftlichen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten, entstand ein überregionaler Rad-Wander-Weg mit lehrpfadartigem Charakter. Ergänzend dazu realisierten einige Gemeinden Teilprojekte zur qualitativen und quantitativen Aufwertung der touristischen Infrastruktur im Tal der Schwarzen Laber.

Zum anderen sollte der den Bekanntheitsgrad des infrastrukturell aufgewerteten Tals der Schwarzen Laber mit seinem verbindenden Element Rad-Wander-Weg gesteigert und damit vermehrt Gäste für die Region gewonnen werden. Für eine gemeinsame und ganzheitliche Öffentlichkeitsarbeit entstanden eine faltbare Rad-Wander-Karte, ein mehrseitiger Erlebnisführer und eine eigene Website mit vielfältigen Informationen zu Landschaft, Kultur und Freizeitmöglichkeiten im Tal der Schwarzen Laber.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Zweijähriges Projektmanagement
  • Aufwertung der touristischen Infrastruktur: Durchgängige Wegführung, gute Befahrbarkeit und einheitliche Beschilderung
  • Schaffen von Alleinstellungsmerkmalen: Künstlerisch gestaltete Informationspavillons zu verschiedenen Themen rund um das Leitthema „Tal der Schwarzen Laber“, Informationstore, blau eingefärbte Lesesteine
  • Gemeindliche Teilprojekte zur Optimierung der touristischen Infrastruktur
    Gemeinsame Informations- und Werbematerialien zur einheitlichen Außendarstellung: Rad-Wander-Karte, Erlebnisführer, Website, Ausstellungsstand mit Messetheke und Rollup-Displays
  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit: Werbekampagne mit Zeitungsanzeigen bzw. -berichten in verschiedenen Medien, Präsenz in Radwegeportalen
  • Jährlicher Aktionstag mit Veranstaltungen in fast allen beteiligten Gemeinden
  • Projektträger: Stadt Hemau
  • Leader Förderung: 136.367 €

Im Zuge des Kooperationsprojektes „Tal der Schwarzen Laber“ setzten einige der beiden beteiligten Landkreise und 15 beteiligten Gemeinden Teilprojekte um, um den Erlebnis- und Erholungswert für Besucher und Bewohner der Region zwischen Regensburg und Neumarkt i.d.OPf. zu verbessern. Dazu zählte die Erweiterung des Waldbades Hemau zur ganzjährig nutzbaren und generationsübergreifenden Natur- und Freizeitanlage.

Mit Unterstützung von Leader in ELER konnte das Waldbad Hemau um einen generationsübergreifenden Fitness- und Bewegungsparcours (an einem Wander- und Spazierweg gelegen) sowie einem informativen Naturlehrpfad erweitert werden. Zudem sind durch bauliche Maßnahmen zur Uferbefestigung, den Bau einer wintertauglichen Toilettenanlage und einer neuen Parkplatzfläche nun auch Wintersportarten wie Winterwandern, Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen möglich. Mit der neu geschaffenen Infrastruktur kann das gesamte Freizeitareal nun optimal als ganzjährige und generationsübergreifende Freizeiteinrichtung genutzt werden, u.a. auch als Start- oder Zielpunkt für geführte Walderkundungen sowie Rad- und Wandertouren, hauptsächlich ins Tal der Schwarzen Laber.

Neben Naherholungssuchenden aus dem Großraum Regensburg und Touristen, profitieren auch die einheimische Bevölkerung und Vereine von den neuen Möglichkeiten. So können beispielsweise Senioren aus der Region die moderne Natur- und Freizeitanlage verstärkt nutzen, da der Fitness- und Bewegungsparcours für ältere Menschen geeignet ist und neu geschaffene Sitzmöglichkeiten immer wieder die Möglichkeit für eine Rast bieten.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Baustein zur Aufwertung der touristischen Infrastruktur innerhalb der gesamtkonzeptionellen touristischen Entwicklung des Tals der Schwarzen Laber
  • Errichtung einer Uferbefestigung des Badeweihers zur Wintersportnutzung
  • Bau einer wintertauglichen WC-Anlage
  • Aufstellen von Sitzbänken
  • Konzeption und Bau eines Naturlehrpfades
  • Anlage eines Fitness- und Bewegungsparcours entlang eines Wander- und Spazierweges
  • Besucherlenkung entlang der gesamten Freizeitanlage
  • Anlage einer Parkplatzfläche
  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • Leader Förderung: 3.848 €

Im Zuge des Kooperationsprojektes „Tal der Schwarzen Laber“ setzten einige der beiden beteiligten Landkreise und 15 beteiligten Gemeinden Teilprojekte um, um den Erlebnis- und Erholungswert für Besucher und Bewohner der Region zwischen Regensburg und Neumarkt i.d.OPf. zu verbessern. Dazu zählte auch die Optimierung der Radwegeinfrastruktur im Tal der Schwarzen Laber.

Die Beschilderung des Radweges im Tal der Schwarzen Laber war weder durchgängig noch einheitlich. V.a. auf dem rund 38 km langen Abschnitt im Landkreis Regensburg, zwischen der Landkreisgrenze bei Beratzhausen und der Mündung in die Donau bei Sinzing, zeigten sich deutliche Defizite. Um eine durchgängige und klare Besucherlenkung sicherzustellen, installierte der Landkreis Regensburg ein lückenloses und einheitliches Beschilderungssystem.

Dazu griff man auf ein von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) entwickeltes und von der obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren zur einheitlichen Radwegbeschilderung in Bayern empfohlenes Beschilderungssystem mit Fahnen- und Zwischenwegweisern zurück. Dabei weisen die großen Fahnenwegweiser (800 x 200mm) nicht nur die Fahrtrichtung, sondern zeigen auch den nächstgelegenen Ort und das übergeordnete Etappenziel inklusive deren Entfernung in Kilometern auf. Ergänzend dazu zeigen kleinere Zwischenwegweiser (250 x 250 mm) die Fahrtrichtung. Dieses System soll im Landkreis Neumarkt auch Anwendung finden.

Neben der richtungsweisenden Beschilderung entstanden auch große Übersichtstafeln mit einer kartografischen Darstellung des Projektgebietes zur besseren Orientierung von Radfahrern, Wanderern und anderen Erholungssuchenden im Tal der Schwarzen Laber.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Einheitliche und lückenlose Radwegbeschilderung im Tal der Schwarzen Laber, Abschnitt Landkreis Regensburg, mit 34 Fahnenwegweisern und 105 Zwischenwegweisern nach FGSV-Vorgabe
  • Sieben große Informationstafeln mit nützlichen Informationen für den Gast zum Verlauf der Gesamtroute, dem aktuellen Standort, Sehenswertem in den angrenzenden Gemeinden und wichtigen Infrastruktureinrichtungen
  • Projektträger: Gemeinde Sinzing
  • Leader Förderung: 60.498 €

Im Zuge des Kooperationsprojektes „Tal der Schwarzen Laber“ setzten einige der beiden beteiligten Landkreise und 15 beteiligten Gemeinden Teilprojekte um, um den Erlebnis- und Erholungswert für Besucher und Bewohner der Region zwischen Regensburg und Neumarkt i.d.OPf. zu verbessern. Dazu zählte auch die Dirt Bike- und Skate-Anlage mit Infopavillon in Sinzing.

Dirt Bike fahren und Skateborden sind absolut trendige Freizeitbeschäftigungen, die sich v.a. bei Jugendlichen und Familien mit Kindern großer Beliebtheit erfreuen. Mit der Anlage des Dirt-Bike-Parcours und der Skate-Anlage konnten speziell diese Zielgruppen angesprochen und verstärkt für das Tal der Schwarzen Laber interessiert werden.

Um die Region zwischen Regensburg und Neumarkt mit ihrem verbindenden Element des Rad-Wander-Weges zu einem besonderen Freizeiterlebnis zu machen, entstand als zweiter Baustein auf dem insgesamt 5.000 m² großen Areal in Sinzing einer von insgesamt fünf Informationspavillons entlang des Rad-Wander-Weges. Die künstlerisch gestalteten Pavillons aus Holz und Stein informieren lehrpfadartig zu unterschiedlichen Teilaspekten des Leit-Themas „Tal der Schwarzen Laber“. Die äußere Gestalt weist an allen fünf Standorten eine einheitliche Grundform auf, um so den Wiedererkennungswert zu gewährleisten. Die Pavillons unterscheiden sich durch ihre speziellen Themen, die durch Kunstobjekte und Informationen unterschiedlich dargestellt werden. In Sinzing konzentrierte man sich auf die Bedeutung der Schwarzen Laber für die Industrie im 19./ 20. Jahrhundert. Das „Allinger Bockerl“, das bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die in Sinzing liegenden Fabriken und Mühlen wichtigstes Transportmittel war, ist in abstrakter Form auf original Schienen der ehemaligen Bahntrasse hier zu sehen.

Umgesetzte Projekte:

  • Aufwertung der touristischen Infrastruktur im Tal der Schwarzen Laber: Schaffung eines Angebotes speziell für Kinder, Jugendliche und Familien
  • Bau eines Dirt Bike-Parcours mit einer Fläche von 2.500 m²
  • Schaffung einer Skatanlage mit einer Fläche von 800 m²
  • Errichtung eines künstlerisch gestalteten Informationspavillons zum Thema Industriegeschichte – Allinger Bockerl
  • Projektträger: Markt Laaber
  • Leader Förderung: 62.117 €

Im Zuge des Kooperationsprojektes „Tal der Schwarzen Laber“ setzten einige der beiden beteiligten Landkreise und 15 beteiligten Gemeinden Teilprojekte um, um den Erlebnis- und Erholungswert für Besucher und Bewohner der Region zwischen Regensburg und Neumarkt i.d.OPf. zu verbessern. Dazu zählte der Bau einer Fußgänger- und Fahrradbrücke bei Spitalmühle, Laaber.

Mit dem Kooperationsprojekt konnte das Tal der Schwarzen Laber, mit seinem verbindenden Element Rad-Wander-Weg, erfolgreich als Freizeit- und Urlaubsregion etabliert werden. Entscheidend dafür war und ist die Qualität der touristischen Infrastruktur, v.a. ein gut ausgebauter, durchgängig beschilderter und sicher befahrbarer Rad-Wander-Weg.

Dieser verlief auf dem Teilstück im süd-östlichen Bereich des Marktes Laaber nicht nur auf der stark frequentierten Staatsstraße ST 2394, sondern auch entlang einer sehr unübersichtlichen und gefährlichen Engstelle. Um die gefährliche Situation zu entschärfen war eine sicherere Wegführung mittels der neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Schwarzen Laber erforderlich. Seither verbindet die neue Holzbrücke zwei Abschnitte straßenbegleitender Geh- und Radwege, auf denen sich Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger fortan sicher bewegen können.

Mit der Verwendung des Baumaterials Holz wurde zugleich das Wertschöpfungspotenzial des heimischen Produktes Holz und die Kompetenz der heimischen Holzwirtschaft in den Blickpunkt gerückt und die lokale Wertschöpfung gesteigert.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Aufwertung der Radwege-Infrastruktur im Tal der Schwarzen Laber: Verbesserung der Wegführung durch Umgehen einer gefährlichen Verkehrssituation
  • Moderner Brückenneubau aus heimischem Holz
  • Bewusstseinsbildung des hohen Potenzials von Holz als Baustoff sowie der Bedeutung des Holzes als Wirtschaftsfaktor für die Region
  • Projektträger: Gemeinde Brennberg
  • Projektpartner: Markt Falkenstein, Gemeinde Rettenbach
  • Leader Förderung: 51.221 €

Das Gebiet rund um Brennberg im Südosten des Landkreises Regensburg sowie Rettenbach und Falkenstein im Südwesten des Landkreises Cham ist eine attraktive Zielregion für Naherholer und Urlauber. Die herrliche Landschaff des Vorderen Bayerischen Waldes, das gut ausgebaute Wanderwegenetz und das Naturschutzgebiet Hölle bieten reichlich Abwechslung und stellen eine gute Ausgangsbasis für Wandertouren zu jeder Jahreszeit dar.

Um den Besuchern auch im Winter eine Auswahl an (Ski-) Wanderwegen bereitstellen zu können, wurden im Rahmen eines Kooperationsprojektes immer geräumte Wege und gespurte Loipen ausgewiesen, vernetzt, infrastrukturell optimiert, einheitlich ausgeschildert und im Rahmen einer landkreisübergreifenden Winter-Wander-Karte ganzheitlich beworben. Auch wenn die Schneesituation nur in einigen Wochen des Jahres Wintersport zulässt, bieten sich dem Besucher auch in der kälteren Jahreszeit reizvolle Wanderwege und eine unverwechselbare Freizeit- und Erholungslandschaft.

Zusammen mit der Schaffung von ergänzenden, attraktiven Freizeitangeboten in den drei Gemeinden, wie z.B. einer Natureisfläche und einem generationsübergreifenden Fitnessparcours in Brennberg oder einem Wanderparkplatz mit Infopavillon in Falkenstein, konnte ein umfassendes Angebot entwickelt werden, das Besucher für die Vorwaldregion begeistert und zum längeren Verweilen bewegt.

Umgesetzte Projekte:

  • Infrastrukturelle Optimierung, Vernetzung und Ausweisung von Winterwanderwegen und Loipen
  • Gemeindeübergreifende einheitliche Beschilderung zur Besucherlenkung und -information
  • Gedruckte Übersichtskarte für das Winter-Wander-Paradies Brennberg-Falkenstein-Rettenbach
  • Gemeinde Brennberg: Präparieren einer Natureisfläche, generationenübergreifender Fitnessparcours, Installieren einer Webcam auf der Burganlage, Pflegegerät für Winterwanderwege und Loipen, Infopavillon mit Toiletten, Übersichtstafeln
  • Markt Falkenstein: Bau eines Wanderparkplatzes mit Infopavillon, Lückenschluss Wanderweg Hohe Linie, Baumaßnahmen mit Schutzzaun am Schlittenhang, Übersichtstafeln
  • Gemeinde Rettenbach: Lückenschluss der Wanderverbindung von Rettenbach zum Tannerl, Übersichtstafeln
  • Projektträger: Jakobuswege e.V.
  • Projektpartner: 35 LEADER-Regionen / 30 LEADER-Regionen aus Bayern, 5 Leader-Regionen aus Österreich, eine Projektgruppe aus der Schweiz, eine Projektgruppe aus Südtirol, vier Projektpartner aus Polen und Tschechien
  • Leader Förderung: Gesamt 108.645 € / 47.059 € (Anteil Bayern); Anteilig 3.104,14 € / 1.568,63 €

Pilgern liegt gemäß namhaften Gesellschaftsforschern im Interesse der sich im Wertewandel befindenden Freizeit-Gesellschaft. Pilgern zur Sinnfindung erlebt entlang historischer Routen eine Renaissance besonderer Art und zunehmend mehr Menschen jeden Alters nehmen sich eine Auszeit für dieses „Unterwegs sein“. Viele pilgern auch in Etappen, Jahr für Jahr, dem Ziel entgegen.

Das interregionale Projekt „Jakobuswege in Bayern“ war in das internationale Kooperationsprojekt „Transnationale Jakobuswege“ eingebettet. Über Landeskoordinatoren (Projektmanagement) wurde die inhaltliche und fachliche Abstimmung sichergestellt. Mit dem Kooperationsprojekt konnte zum einen die Orientierung für den Pilger durch einheitliche Standards entlang des Weges verbessert werden, z.B. durch einheitliche Beschilderung, die gemeinsame Gestaltung von Etappenfaltblättern und die Entwicklung von einheitlichen Kriterien für Unterkunftsmöglichkeiten. Zum anderen konnte mit einer eigenen Website, einer Wanderausstellung, regelmäßigen Messepräsenzen und Qualifizierungsangeboten für Pilgerbegleiter die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit intensiviert und professioneller gestaltet werden. Mit allen einzelnen Maßnahmen einher ging eine grundsätzliche Intensivierung der Vernetzung zwischen den relevanten LEADER-Regionen und den aktiven Gruppierungen aus Kirche und Tourismus.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Projektmanagement zur Koordination des Kooperationsprojektes auf bayerischer Ebene
  • Einheitliche Gestaltung von Informationstafeln zum Jakobusweg
  • Einheitliche Gestaltung von Etappenfaltblättern
  • Website mit umfassenden Informationen (insb. zu den Hauptachsen), die mit der transnationalen Seite http://www.jakobswege.net verlinkt ist
  • Wanderausstellung in zweifacher Ausführung mit einheitlichen sowie jeweils einer regional angepassten Tafel bzw. einem Banner
  • Teilnahme an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen (z.B. Messen, Kirchentag) mit Informationsstand
  • Qualifizierungsangebot für Pilgerbegleiter (Aus- und Fortbildungen)
  • Entwicklung einheitlicher Kriterien für pilgerfreundliche Betriebe
  • Projektträger: Landkreis Neumarkt i.d.OPf.
  • Projektpartner: Landkreis Regensburg, Landkreis Amberg-Sulzbach und Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V.
  • Leader Förderung: Gesamt 49.892,28 €; Anteilig 12.473,07 €

In der touristischen Gebietseinheit „Bayerischer Jura“ arbeiten die Landkreise Neumarkt, Amberg-Sulzbach, Kelheim und Regensburg seit über 10 Jahren erfolgreich zusammen. Wandern ist für das touristische Angebot einer landschaftlich so vielfältigen und reizvollen Region wie dem Bayerischen Jura von zentraler Bedeutung. Da die Potenziale aber noch nicht umfassend genutzt wurden, setzte man zwischen 2006 und 2008 das Kooperationsprojekt „Zielgruppenorientierte Qualitäts- und Serviceoffensive am Jurasteig“ mit Unterstützung von Leader um.

Der Jurasteig, der mit dem offiziellen Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde, führt auf 230 km in 12 Etappen durch die herrliche Naturlandschaft des Bayerischen Jura. Mit 17 direkt angegliederten Schlaufenwegen bietet der überregionale Wanderweg zusätzliche Tagestouren an. Naturbelassene Wege in einer idyllischen Mittelgebirgslandschaft und zahlreiche Rastmöglichkeiten machen jeden Ausflug zum einmaligen Wandererlebnis.

Die bisherigen Maßnahmen zielten hauptsächlich auf die grundlegende Infrastruktur ab, schöpften das gesamte Potenzial des Jurasteigs aber noch nicht aus. Der, aufgrund seiner guten Wegeführung und -beschaffenheit, sehr beliebte Wanderweg wurde in einem zweiten Schritt sowohl innerhalb der Region als auch nach außen hin zu einem professionellen und nachhaltig vernetzten Leuchtturmprojekt des Bayerischen Jura entwickelt. Dazu mussten verschiedene Maßnahmen zur zielgruppengerechten und serviceorientierten Weiterentwickelung sowie der infrastrukturellen Optimierung entwickelt und umgesetzt werden.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Qualitätsoffensive für Beherbergungsbetriebe und Gastronomie: Zertifizierung
  • Spezielle Angebote zum Erreichen neuer Gäste- und Zielgruppen
  • Verstärkte Einbindung der Schlaufenwege
  • Vernetzung mit neuen Wander- und Freizeitangeboten der Region
  • Einbindung des ÖPNV in die Angebotsgestaltung
  • Vernetzung mit regionalen Partnern, wie z.B. Zusammenarbeit mit den Landschaftspflegeverbänden im Rahmen deren Maßnahme „Biodiversität entlang des Jurasteiges – Aktion Juradistl“
  • Umsetzung einer Marktstudie mit Befragung von Wanderern
  • Erarbeitung eines Zielgruppenkonzeptes als Grundlage weiterer (Marketing-) Maßnahmen
  • Gezielte Öffentlichkeitsarbeit unter Berücksichtigung des Online-Marketings
  • Konzipierung eines Planungsmodells auf der eigenen Homepage für zielgruppengerechte Wandertipps am Jurasteig
  • Projektträger: Tourismusverband Ostbayern e.V.
  • Projektpartner: Landkreis Regensburg, Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V., Landkreis Straubing-Bogen, Landkreis Deggendorf, Landkreis Passau; Regensburg Tourismus GmbH (Stadt Regensburg), Stadt Straubing, Stadt Deggendorf, Stadt Passau
  • Leader Förderung: Gesamt 96.000 €; Anteilig € Landkreis Regensburg 21.333,32 €

Wandern und Weitwandern erfreuen sich als Naherholungs- und Urlaubsaktivitäten immer größerer Beliebtheit. Besonders das Wandern in Flusstälern steht dabei hoch im Kurs. In Österreich wurde daher zwischen 2009 und 2010 der 444 km Weitwanderweg „Donausteig“ zwischen Grein und Passau realisiert, der sehr gut frequentiert ist. Entlang der Donau in Ostbayern ließ die Infrastruktur (Wegeführung, Beschilderung etc.) bisher keine durchgängige Wanderung zu. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes konnte der Donau-Panoramaweg als durchgängiger Wanderweg ausgebaut werden und die schönsten Wegabschnitte, Aussichtspunkte, Naturschätze und kulturellen Höhepunkte entlang der rund 220 km langen Strecke zwischen Neustadt a.d. Donau und Passau verbinden.

Dazu waren neben der Ausweisung einer durchgängigen Route und dem Schaffen von qualitativ hochwertiger Infrastruktur auch eine ganzheitliche und gezielte Vermarktung notwendig. Die verschiedenen Maßnahmen wurden von einem Projektmanagement entwickelt und umgesetzt.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Festlegung der Wegführung
  • Georeferenzierte Erfassung und Darstellung
  • Markierung / Beschilderung durch einheitliche Wegweiser und Infotafeln
  • Ausbau und Aufwertung der Infrastruktur mit einheitlichen Start-, Rast- und Panoramaplätzen entlang der Strecke
  • Einbezug der Gastgeber im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen (z.B. Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland)
  • Gedrucktes Informationsmaterial (Übersichtskarte, Etappenplaner und Freizeitmagazin)
  • Eigene Website mit umfangreichen Informationen
  • Regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Aufbau eines professionellen Vertriebsnetzes
  • Aufbau buchbarer Angebote für Reiseveranstalter
  • Projektträger: LAG Monheimer Alb – AltmühlJura e.V. (Landkreis Donau-Ries)
  • Projektpartner: LAG Altmühl-Jura (Lkr. Neumarkt), LAG Kelheim, Landkreis Regensburg / Stadt Hemau
  • Leader Förderung: Gesamt 113.374 €; Anteilig 3.400 €

Der Haustyp „Jurahaus“ hat über Jahrhunderte die ganze Region entlang der Altmühl dominiert und geprägt, doch leider gibt es heute nur noch wenige Restexemplare. Eine Hauslandschaft droht zu verschwinden. Die Häuser wurden aus regionaltypischen Materialien und in spezieller Architektur gefertigt. Im Laufe der Zeit wurden die Baustile der Moderne angepasst und verloren auch in dieser Region ihren gewachsenen Charakter. Das Bewusstsein, dass es sich beim Jurahaus um einen einzigen Haustyp und deshalb um ein hochwertiges regionaltypisches Kulturgut handelt, ist in der Bevölkerung kaum mehr vorhanden. Mit dem vorliegenden Projekt sollte dem Bedeutungsverlust entgegenwirkt, die Einzigartigkeit dieses besonderen Baustils als Chance mit hohem kulturellen und touristischen Entwicklungspotential verdeutlicht und zugleich die Sensibilität für den weltweit einzigartigen Baustil der Jurahäuser gefördert werden. Notwendig war dazu ein koordiniertes, vernetztes und über die gesamte Naturparkregion Altmühltal reichendes Kooperationsprojekt.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Entwicklung einer Jurahaus-Datenbank zur quantitativen und qualitativen Bestandsaufnahme (mit vorhergehender Definition von Prüfparametern und Mindeststandards)
  • Projektmanagement zur Ausarbeitung der weiteren Projektschritte:
  • Bewusstseinsbildung – „Jurahaus erleben“ mit Publikationen, eigener Website und gezielter regionaler / überregionaler Medienarbeit
  • Integration von ausgewählten Jurahäusern in die touristische Initiative „Zu Gast im Denkmal“ – Urlaub im Jurahaus“ und anderen Schönheiten mit intensiver Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketingaktionen, etc.
  • Stärkung ländlicher Ortstrukturen / Beitrag zur Vermeidung von Flächenverbrauch durch persönliche Beratung für sanierungswillige Eigentümer, Informationsveranstaltungen, Workshops und die Auslobung eines Preises für „Restaurierung + innovative Nutzungskonzepte“

Weitere Informationen:

http://www.projekt-jurahaus.de/
http://www.naturpark-altmuehltal.de/jurahaus/

Projekte der Förderperiode 2014-2022

  • Projektträger: Landkreis Amberg-Sulzbach
  • Projektpartner: Landkreis Regensburg, Landkreis Neumarkt i.d.Opf., Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V., Landkreis Nürnberger Land, Landkreis Eichstätt, Naturpark Altmühltal, Landkreis Roth, Landkreis Schwandorf, Stadt Amberg, Stadt Neumarkt i.d.OPf., Stadt Nürnberg/ Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg, Stadt Regensburg/ Regensburg Tourismus GmbH
  • LEADER Förderung: Gesamt voraussichtlich 110.429,99 €; Anteilig Landkreis Regensburg voraussichtlich 17.667 €

Der Fünf-Flüsse-Radweg verläuft auf einer Streckenlänge von gut 300 km entlang der Flüsse Donau, Naab, Vils, Pegnitz und Altmühl sowie an Teilen des Main-Donau- und Ludwig-Donau-Main-Kanals. Der in fünf Etappen gegliederte Radweg ist seit Jahren überregional bekannt und gut frequentiert.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes wollen die beteiligten Projektpartner den Radweg gemeinsam qualitativ weiterentwickeln und damit seine Attraktivität und Anziehungskraft für Einheimische und (Nah-) Erholungssuchende erhöhen. Dazu sind verschiedene Maßnahmen geplant:

  • Ein Projektmanagement koordiniert das Kooperationsprojekt und setzt die einzelnen Projektbausteine um. Es fungiert als zentraler Ansprechpartner und arbeitet eng mit den Projektpartnern zusammen.
  • Zur Verbesserung der Radweginfrastruktur am Fünf-Flüsse-Radweg soll eine lückenlose und einheitliche Beschilderung, die den Standards der FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) entspricht, geplant und aufgestellt werden.
  • Um den Fünf-Flüsse-Radweg und die Region Bayerischer Jura für Tagesgäste attraktiver zu gestalten, sind die Ausweisung von Sterntouren, Trassenvarianten und Abkürzungen durch Einbeziehung bestehender Querverbindungen, wie z.B. dem Schwarze-Laber-Radweg, dem Naab-Altmühl-Radweg, dem Lauterachtal-, Schweppermann-, Grotten- oder Laber-Pegnitz-Radweg, vorgesehen.
  • Ein weiteres Ziel des Kooperationsprojektes ist es, das vorhandene touristische Potenzial sowie die Sehenswürdigkeiten besser in Wert zu setzen. Dazu wird eine thematische Inszenierung angestrebt. Den einzelnen Etappen werden bestimmte Themen zugewiesen, wie z.B. Welterbe an der Donau, Zeitreise im Altmühltal, Industriekultur am Kanal, auf mittelalterlichen Wegen, Kirchen, Klöster, Kunst etc. Die Landschaft wird damit zum Erlebnisraum und der Radler lernt den Bayerischen Jura durch das Erfahren regionaler Geschichte(n) besser kennen.
  • Abgerundet wird die qualitätsorientierte Weiterentwicklung des Fünf-Flüsse-Radwegs durch eine stimmige Öffentlichkeitsarbeit. Kernpunkte sind dabei die Gestaltung einer technisch und gestalterisch modernen Homepage, ein übersichtlicher Faltplan und begleitende Pressearbeit.
  • Projektträger: Gemeinde Tegernheim
  • LEADER Förderung: 26.988,83 €

Am südlichen Ortsrand von Tegernheim, direkt am überregionalen Donau-Radweg, der Niederbayerntour und der Via Danubia sowie regionalen Radwegen (Landkreis-Radrunde R 1, Radtour Walhalla, Wein und Wellen) gelegen, errichtete die Gemeinde Tegernheim eine multifunktionale Fahrrad-Raststation.

Der Hauptbestandteil ist ein Holzpavillon mit zwei geschlossenen Seiten, der als Wind- und Wetterschutz dient und mit zwei großzügigen Sitzgruppen ausgestattet ist. Eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage erzeugt klimaneutralen Strom für die E-Bike-Lademöglichkeiten, die sich direkt neben dem Gebäude in einem anschließbaren Metallschrank befinden. Die Aufenthaltsqualität wurde mit einer bequemen Holzliegen und verschiedenen Anpflanzungen erhöht. Drei neu aufgestellte Informationstafeln halten für rastende Radfahrer die interessantesten Informationen über die Gemeinde Tegernheim sowie örtliche und regionale Freizeitziele, kulturelle Besonderheiten und Naturerlebnisse bereit. Neben ihrer Funktion als Raststation für Radfahrer können sich hier auch Gemeindebewohner unkompliziert treffen und das neu entstandene Angebot als sozialen Treffpunkt nutzen.

  • Projektträger: Gemeinde Tegernheim
  • LEADER Förderung: 5.754,26 €

Bei der Almer Grube in Tegernheim handelt es sich um eine ausgebeutete Kiesgrube, die in den Jahren 1961 bis 1976 entstand. Die heute vollständig mit Wasser gefüllte Grube ist bis zu 5 Meter tief, hat eine Breite von bis zu 250 Meter und verläuft auf einer Länge von rund 2 Kilometern parallel zur Donau. Nach Ende des Kiesabbaus entwickelte sich hier ein wichtiger Lebensraum für selten gewordene Vogelarten. Auf den zwei Inseln in der Grube brüten mehrere scheue und seltene Vogelarten – Grau- und Nachtreiher sowie der Eisvogel finden hier einen willkommenen Rückzugsraum, der sie vor Fressfeinden und Störungen durch den Menschen schützt. Besonders interessant ist hier eine seltene Nachtreiher-Kolonie mit ca. 10 Brutpaaren, die zusammen mit der zweiten Kolonie im Landkreis Regensburg am Sarchinger Weiher einen Schwerpunkt der bayerischen und sogar gesamtdeutschen Nachtreiher-Vorkommen darstellt. Aber auch im Ufergehölz und v.a. in den naturnahen Weichholzauen leben seltene und auentypische Vogelarten, wie der Pirol, der Teichrohrsänger oder die Weidenmeise.

Damit Vogelkundler, Naturfreunde, Schulklassen und Erholungssuchende die verschiedenen Vogelarten in der Almer Grube gut getarnt vom Ufer aus beobachten können und dabei die Tiere möglichst wenig stören, errichtete die Gemeinde Tegernheim die Vogelbeobachtungsstation in Form eines Weidenpavillons. Dieser hat ein Durchmesser von rund 6,5 Metern, eine maximale Höhe von ca. 4 Metern und wird durch einen 5 m langen und ebenfalls bis zu 4 Meter hohen Weidentunnel betreten. Aufgrund seiner naturnahen Bauweise fügt sich der kuppelartige Pavillon nahtlos in das umgebende Ufergehölz ein. Zwei Schautafeln informieren über die Entstehung und heutige Bedeutung der Almer Grube sowie die Vogelarten, die auf den direkt gegenüber liegenden Inseln in der Almer Grube und im Ufergehölz beobachtet werden können. Zudem lädt eine Sitzbank zum Rasten und Verweilen ein. Neben der Möglichkeit individueller Besuche finden auch geführte Vogelspaziergänge und Vorträge unter fachkundiger Leitung statt, um eine aktive Umweltbildung in Form von persönlichem „Erleben“ heimischer Tier- und Pflanzenarten für alle Bevölkerungsgruppen und Generationen zu fördern.

  • Projektträger: Gemeinde Pettendorf
  • LEADER-Förderung: 18.150 €

Honig- und die Wildbienen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres heimischen Naturraumes und erfüllen eine enorm wichtige Aufgabe für unser Ökosystem. Sie bestäuben rund 80% aller Wild- und Kulturpflanzen und verhelfen ihnen so zu Blüte und Frucht. Damit sorgen Honigbienen und rund 560 verschiedene heimische Wildbienenarten nicht nur für den Erhalt der Biodiversität, sondern leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Fruchtertrag vieler Gemüse-, Obst- und Ackerkulturen. Ca. ein Drittel der Lebensmittel wächst nur durch die Bestäubung der Bienen, ohne diese käme es zu Ernteausfällen und beliebte Obstsorten wie zum Beispiel Äpfel, Birnen und Pflaumen sowie Gemüse würden zu Luxusgütern, die sich viele nicht mehr leisten können.

Umweltexperten und -verbände warnten schon lange vor dem Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ vor einem Artenschwund bei Insekten, v.a. bei den Wildbienen. Um neuen Lebensraum für Bienen zu schaffen und die Bevölkerung für die Bedeutung der Biene als Nutztier und ihre Gefährdung zu sensibilisieren, setzt die Gemeinde Pettendorf im Rahmen des Projektes Bienenfreundliche Gemeinde Pettendorf – Bienenerlebniswelt verschiedene Maßnahmen um.

So werden im Gemeindegebiet und angrenzenden Bereichen neue Lebensräume für Bienen in Form von mindestens einem Hektar Bienenwiesen, zehn Wildbienenhügeln, acht Insektenhotels einem Bienenlehrgarten und einem Lehrbienenstock geschaffen, die gleichzeitig als Lehrstationen bei mindestens drei angebotenen Exkursionen pro Jahr fungieren. Bei allen Flächen und Objekten werden Informationsschilder zur gezielten Bewusstseinsbildung aufgestellt. Ein weiterer Projektbaustein zur nachhaltigen Bewusstseinsbildung der Bevölkerung stellt der Bienenlehrpfad zwischen dem Ortssteil Kneiting und Pettendorf mit sechs verschiedenen Themenstationen dar. Hier erfahren die Besucher alles über die wichtige Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem, ihre Lebensräume und Erzeugnisse sowie die aktuelle Gefährdung. Für die Bekanntmachung des neuen Umweltbildungsangebotes in Pettendorf entsteht zudem ein mehrseitiger und informativer Flyer. Eine wissenschaftliche Projektleitung kümmert sich nicht nur um die Umsetzung und Inhalte der geplanten Projektbausteine, sondern vernetzt alle Beteiligten, evaluiert die Projektumsetzung, tauscht sich mit der Gemeinde und der Förderstelle aus und koordiniert die begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

  • Projektträger: Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V
  • LEADER Förderung: 4.200 €

Das rund 83 ha große Freizeitareal Guggenberger See bei Neutraubling ist eines der beliebtesten und am stärksten frequentierten Erholungsgebiet im gesamten Landkreis Regensburg. An heißen Badetagen können hier viele Tausend Besucher gezählt werden. Mit knapp 54 ha Wasserfläche bietet der „Guggi“ v.a. die Möglichkeit zum Baden und für unterschiedliche Arten des Wassersports. Daneben erfreut sich der rund drei Kilometer lange Rundweg bei Spaziergängern und Sportlern zu jeder Jahreszeit großer Beliebtheit.

Vor dem Hintergrund der jetzt schon hohen und aufgrund des starken Bevölkerungswachstums der Region Regensburg noch weiter steigenden Besucherzahlen am Guggenberger See, begann der Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V im Jahr 2014 mit den Planungen zur infrastrukturellen Erschließung des beleibten Erholungsgebietes. Im Rahmen einer breit angelegten Bürgerbeteiligung mit den angrenzenden Gemeinden, Vereinen / Verbänden (z.B. Segelsportvereine, Wasserwacht, DLRG, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz), den Gastronomiepächtern und der Polizei wurden Stärken und Schwächen erfasst und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Neben dem Bau von Toilettenanalgen (umgesetzt), Wasserrettungsstationen für DLRG und Wasserwacht (umgesetzt) sowie einer barrierefreien Zugangsmöglichkeit (in Bau) war ein Vorschlag die zielgerichtete Besucherlenkung mit Hilfe eines einheitlichen und leicht verständlichen Beschilderungssystems. Trotz der vielen Besucher erfolgte die Beschilderung in der Vergangenheit unkoordiniert und nicht einheitlich, wodurch eine sehr unübersichtliche Schilderlandschaft entstand. Daraufhin erarbeitete Ende 2015 / Anfang 2016 eine Werbe- und Kommunikationsagentur ein abgestimmtes Besucherlenkungskonzept. Die Agentur gestaltete ein einheitliches Grundlayout mit verschiedenen, modernen Piktogrammen für unterschiedliche Funktionen(z.B. Erste Hilfe, Toiletten, Strand, Kiosk, Grillbereich, Hundestrand etc.). Zudem wurden mit der Portalbeschilderung, Streckenwegweisern und Themenschildern drei grundlegende Schildertypen unterschiedlicher Größe entwickelt und deren Standorte vorgeschlagen. Zur gezielten Besucherinformation und einfacheren Kommunikation zwischen Verein für Naherholung und Gästen wurden das Grundkonzept für eine interaktive Website sowie einen Flyer mit Erläuterungen zum neuen Besucherlenkungskonzept und grundlegenden Verhaltenshinweisen entwickelt.

Mit dem umfassenden Beschilderungskonzept zur Besucherlenkung und -information sowie den Kommunikationselementen werden die Bade- und Erholungsgäste am Guggenberger See zukünftig klar informiert, eindeutig geführt, für den Naturraum sensibilisiert und auf ein ordnungsgemäßes Verhalten (wie z.B. Müllentsorgung, Nutzung mit Hunden, Grillen etc.) hingewiesen.

Projektträger: Tourismusverband Ostbayern e.V.

Projektpartner: Landkreis Regensburg, Stadt Regensburg, Landkreis Kelheim, Landkreis Landshut, Stadt Landshut, Landkreis Mühldorf am Inn, Landkreis Rottal-Inn, Landkreis Dingolfing-Landau, Landkreis Straubing-Bogen, Stadt Straubing, Landkreis Deggendorf, Landkreis Passau, Stadt Passau

LEADER Förderung: Gesamt 197.854,99 €; Anteilig Landkreis Regensburg 8.309,91 €

Im Rahmen seiner Radoffensive Ostbayern entwickelte der Tourismusverband Ostbayern, in enger Abstimmung mit den neun beteiligten Landkreisen und vier kreisfreien Städten, ein überregionales Radleuchtturmprojekt für das Bayerische Golf- und Thermenland – die Niederbayerntour.

Als Kernelement entstand dabei die regionsverbindende, 244 km lange Niederbayerntour quer durch das Bayerische Golf- und Thermenland von Regensburg über Kelheim, Landshut und Landau a.d. Isar nach Passau. Neben der Haupttrasse wurde ein weitläufiges Netz an Querverbindungen auf bestehenden (Fern-)Radwegen (z.B. Inn-, Große Laber- oder Rottalradweg) und Erlebnisrunden entwickelt. Die sechs Erlebnisrunden stehen im Zeichen regionsspezifischer Themen, wie z.B. Landgenuss, Barock und Gartenlust oder Kraftquellen. Damit ist Radfahren im Bayerischen Golf- und Thermenland auf rund 1000 Kilometern gut ausgebauter und beschilderter Radwege, entlang von fünf Flüssen und durch 13 Städte, möglich. Sowohl die Kernstrecke als auch die Erlebnisrunden und Querverbindungen wurden im zweiten Schritt einheitlich und lückenlos nach Vorgabe der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) beschildert.

Neben der Umsetzung infrastruktureller Maßnahmen kümmerte sich das geförderte Projektmanagement auch um eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit für die Niederbayerntour. Als wichtigste Elemente dazu entstanden eine übersichtliche und informative Rad-Faltkarte sowie eine Internetpräsenz. Unter https://www.bayerisches-thermenland.de/Niederbayerntour findet sich viel Wissenswertes zur Haupttrasse mit ihren sieben Etappen, den Erlebnis- und Familientouren und den verschiedenen (Teil-)Regionen im Bayerischen Thermenland. Daneben wurden regelmäßige Presseartikel veröffentlicht, überregionale Werbeanzeigen geschaltet und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen organisiert.

  • Projektträger: Kuratorium Burg Wolfsegg e.V.
  • LEADER Förderung: 177.177 €

Die Burg Wolfsegg ist die einzige Burg in der Region, die in ihrem mittelalterlichen Baubestand nahezu unverfälscht erhalten ist. Sie weist reichhaltige denkmalpflegerische und bauhistorische Befunde auf und stellt ein typisches Beispiel für die spannende Geschichte einer Oberpfälzer Ministerialenburg dar. Dieses überregional bedeutende Bau- und Geschichtsdenkmal vor den Toren Regensburgs wurde in den Jahren 1986 bis 1989 generalsaniert und dabei das Burgmuseum „Leben auf einer Oberpfälzer Burg“ eingerichtet. Das Burgmuseum befasst sich zum einen mit dem mittelalterlichen Leben allgemein und zum anderen speziell mit der Geschichte der Burg Wolfsegg. Lediglich eine Handvoll weiterer Museen in Bayern können ein ähnliches Angebot vorweisen, allerdings nicht in dieser Ausführlichkeit. Nach rund 30 Jahren ohne nennenswerte Veränderungen sind umfassende Maßnahmen zur Erweiterung, Aktualisierung und Neugestaltung des Burgmuseums dringend notwendig, um Burg und Burgmuseum Wolfsegg in ihrer kulturhistorischen und touristischen Bedeutung nachhaltig zu sichern und auszubauen.

Dazu erarbeitete in der ersten Stufe das auf Museen und Ausstellungen spezialisierte Büro „Atelier Hackel“ zwischen Dezember 2016 und Juli 2017 ein 132 Seiten umfassendes wissenschaftliches Konzept mit Grafikentwurf zur Neugestaltung des Burgmuseums Wolfsegg. Darin wurden die Räumlichkeiten überprüft, die thematischen Inhalte definiert, eine Gestaltungslinie für die Informationsmaterialien vorgeschlagen sowie Art und Standorte der Präsentationsformen und Exponate festgelegt.

In der zweiten Stufe werden nun die erarbeiteten Maßnahmen zur inhaltlichen, räumlichen und technischen Aufwertung des Burgmuseums Wolfsegg im Rahmen eines zweiten LEADER-Projektes umgesetzt. Zu Beginn des Jahres 2019 räumten rund 20 ehrenamtlichen Helfer die alte und nicht mehr benötige Museumsausstattung aus und bereiteten damit die Räumlichkeiten für die neue Dauerausstellung vor. Selbstverständlich wurde aber nicht alles entsorgt, historische Originalexponate bleiben natürlich erhalten und kehren nach dem Umbau in das Burgmuseum zurück. Im Hauptbereich des Burgmuseums, den die 14 Räume im Palas der Burg darstellen, werden vielfältige Informationen zu unterschiedlichen Aspekten des Lebens in einer Oberpfälzer Burg allgemein und speziell der Geschichte der Burg Wolfsegg wissenschaftlich vertieft und mit Hilfe moderner Präsentationsformen (u.a. mit 3-D-Modellen und Medienstationen) den Besuchern anschaulich präsentiert. Thematisch dazu passend entsteht hier auch das Regensburger Burgenzentrum. Dabei werden die wichtigsten Burgen in der Region Regensburg, die im Rahmen der „Regensburger Burgensteige“ (LEADER-Projekte in den zurückliegenden Förderphasen LEADER+ und Leader in ELER) durch ein über 200 Kilometer langes Wanderwegenetz und Informationsmaterialien miteinander vernetzt wurden, inhaltlich betrachtet und dargestellt.

Das direkt angrenzende „Hollnberger Haus" wurde baulich bereits umgestaltet und als repräsentativer Eingangsbereich mit einer Medienstation räumlich und inhaltlich stärker in das Museumskonzept eingebunden. Ebenso werden der Burginnenhof und die darin befindlichen Gebäude baulich angepasst, die Burghöhle als Beispiel einer Tropfsteinhöhle im Jura-Karst genauer dargestellt und der Burgberg mit rund zehn Informationstafeln lehrpfadartig aufgewertet (z.B. zur Geologie des Burgbergs, der umgebenden Flora und Fauna oder der Burgkapelle), womit auch diese Bereiche zukünftig stärker in das Museumskonzept eingebunden sind.

  • Projektträger: Kuratorium Burg Wolfsegg e.V.
  • LEADER Förderung: 43.277,30 €

Die Burg Wolfsegg ist die einzige Burg in der Region, die in ihrem mittelalterlichen Baubestand nahezu unverfälscht erhalten ist. Sie weist reichhaltige denkmalpflegerische und bauhistorische Befunde auf und stellt ein typisches Beispiel für die spannende Geschichte einer Oberpfälzer Ministerialenburg dar. Dieses überregional bedeutende Bau- und Geschichtsdenkmal vor den Toren Regensburgs wurde in den Jahren 1986 bis 1989 generalsaniert und dabei das Burgmuseum „Leben auf einer Oberpfälzer Burg“ eingerichtet. Das Burgmuseum befasst sich zum einen mit dem mittelalterlichen Leben allgemein und zum anderen speziell mit der Geschichte der Burg Wolfsegg. Lediglich eine Handvoll weiterer Museen in Bayern können ein ähnliches Angebot vorweisen, allerdings nicht in dieser Ausführlichkeit. Nach rund 30 Jahren ohne nennenswerte Veränderungen sind umfassende Modernisierungs- und Aufwertungsmaßnahmen dringend notwendig, um Burg und Burgmuseum Wolfsegg in ihrer kulturhistorischen und touristischen Bedeutung nachhaltig zu sichern und auszubauen.

Mit Unterstützung anderer Fördermittelgeber (Kulturfonds Bayern, Bayerische Landesstiftung, Bezirk Oberpfalz) werden bauliche und technische Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Zentraler Bestandteil der Aufwertungsmaßnahmen, die mit Unterstützung von LEADER realisiert werden, ist die inhaltliche, räumliche und technische Neugestaltung des Burgmuseums in zwei Stufen.

In der ersten Stufe erstellte das auf Museen und Ausstellungen spezialisierte Büro „Atelier Hackel“ zwischen Dezember 2016 und Juli 2017 ein wissenschaftliches Konzept zur Neugestaltung des Burgmuseums Wolfsegg. Auf insgesamt 132 Seiten wurden die verschiedenen thematischen Inhalte definiert, Art und Standorte der Präsentationsformen / Exponate vorgeschlagen und eine Gestaltungslinie für die Informationsmaterialien (z.B. Informationstafeln und Medienstationen) entwickelt. Dabei entstand auch die Idee, neben dem Leben auf einer Oberpfälzer Burg und der Burg Wolfsegg auch andere Burgen der LEADER-Region im „Burgenzentrum Landkreis Regensburg“ zu thematisieren. Damit wird zugleich das in den Förderphasen LEADER+ und Leader in ELER entstandene, über 200 Kilometer lange Wanderwegenetz der „Regensburger Burgensteige“ stärker in Wert gesetzt.

Räumlich beschränkt sich das Museumskonzept nicht mehr auf die 14 Räume im Palas der Burg, sondern bezieht das angrenzende „Hollnberger Haus“ als repräsentativen Eingangsbereich, das bisher kaum genutzte Außengelände mit einem beschilderten Rundgang, den Burghof sowie die Burghöhle als Beispiel einer Tropfsteinhöhle im Jura-Karst wesentlich stärker ein.

In der zweiten Stufe werden die Maßnahmenvorschläge aus dem wissenschaftlichen Konzept zur Neugestaltung des Burgmuseums Wolfsegg im Rahmen eines eigenen LEADER-Projektes umgesetzt.

  • Projektträger: Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.
  • LEADER Förderung: 38.540,33 €

Hoch über der Gemeinde Wiesent, idyllisch zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes und dem Donautal gelegen, betreibt die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. das Bildungshaus am Hermannsberg. Hier ist Inklusion nicht nur ein Schlagwort, sondern direkt erfahrbar. Unter fachkundiger Anleitung und Begleitung des hauptamtlichen Personals führen elf Frauen und Männer mit Behinderung gemeinsam das Bildungshaus, schaffen für Tagungs-, Seminar oder Urlaubsgäste eine Atmosphäre des Wohlfühlens und ermöglichen kleine Auszeiten vom Alltag. Bereits 2007 entstand mit Unterstützung von LEADER+ am Hermannsberg die spirituelle Begegnungsstätte für behinderte und nicht-behinderte Menschen als inklusives Freizeit- und Erholungsangebot.

Um das Freizeit- und Erholungsangebot für Menschen mit Handicap am Hermannsberg und im Landkreis Regensburg weiter zu verbessern sowie das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen stärker zu fördern, legte die Katholische Jugendfürsorge nun den Franziskusweg an. Mit Unterstützung von LEADER entstand ein im Kernbereich barrierefrei gestalteter Wander- und Spazierweg, der barrierearm bis in die Ortsmitte von Wiesent weiterverläuft. Entlang des herrlichen Weges finden sich fünf besondere Kunstwerke zum Thema Sonnengesang und Schöpfung des heiligen Franziskus, die zum Nachdenken, zur Besinnung und zum Verweilen einladen. Die Kunstwerke „Vogelpredigt“, „Himmel“, „Lichtkreis mit Vogelmann“, „Auch der Mensch ist nicht für immer auf Erden“ und „Säule der gesellschaftlichen Verantwortung“ entstanden im Rahmen eines Künstlerwettbewerbes. An zentraler Stelle lädt zudem eine überdachte Pergola zum Rasten und Verweilen ein. Hier befindet sich auch eine Informationstafel mit Wissenswertem zum Sonnengesang und zu den Kunstwerken in leichter Sprache. Der Franziskusweg endet (oder startet) am Ufer der Wiesent, wo mit dem Thaddäus-Ufer ein weiteres LEADER-Projekt entstand. Diese Verbindung ist nicht zufällig – Pater Thaddäus, als sogenannter „Wasserdoktor“ in Südamerika sehr berühmt und verehrt, wurde 1858 am Hermannsberg geboren und lebte dort 14 Jahre lang, bis er zum Besuch der Lateinschule und späteren Studien nach München übersiedelte.

  • Projektträger: Gemeinde Riekofen
  • LEADER Förderung: 64.673 €

Die Gemeinde Riekofen liegt im süd-östlichen Teil des Landkreises Regensburg und zählt mit ihren fruchtbaren und intensiv landwirtschaftlich genutzten Lössböden zur „Kornkammer Bayerns“, dem Gäuboden. Bei knapp 80% der Gemeindefläche handelt es sich um landwirtschaftliche Flächen, was weit über dem Durchschnitt im Landkreis Regensburg (51%) liegt. Bei rund 98% der landwirtschaftlichen Flächen handelt es sich um Ackerland mit den Schwerpunkten Weizen und Spelz sowie Kartoffeln. In Riekofen finden sich mit 31 zudem verhältnismäßig viele landwirtschaftliche Betriebe (bezogen auf die Einwohnerzahl von 795).

Das Waschen landwirtschaftlich genutzter Fahrzeuge und Geräte ist leider oftmals ein Problem, da kaum ein Hof über einen Waschplatz mit geregelter Abwasserbeseitigung verfügt und damit verunreinigende Stoffe, wie z.B. Öl- und Benzinreste, Fette oder Straßenschmutz, ungefiltert in die Oberflächengewässer ablaufen können. Die Wasserqualität der Oberflächengewässer wird dadurch verschlechtert.

Um die Qualität von Oberflächengewässern zu verbessern und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, baute die Gemeinde Riekofen zwischen gemeindlicher Kläranlage und neuer Bauhofhalle einen öffentlicher Waschplatz für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen. Landwirte aus der Region haben zukünftig hier die Möglichkeit, ihre Arbeitsgeräte an geeigneter Stelle und nicht auf Privatgelände zu reinigen. Dadurch können verunreinigende Stoffe, wie z.B. Öl- und Benzinreste oder Schlamm, separiert und geregelt in die Kläranlage eingeleitet und damit schadhafte Einträge in die Oberflächengewässer verringert werden. Dazu wurde eine ca. 130 m² große Grundfläche asphaltiert, baulich mit wasserdichtem Bodenbelag und hohem Rand eingefasst sowie mit einem Absatzbecken (Schlammfang) und einem Öl- / Koaleszenzabscheider ausgestattet. Ein neu errichtetes Nebengebäude fungiert als Lagerraum für den Hochdruckreiniger und das notwendige Zubehör zum Waschen der Fahrzeuge und Gerätschaften sowie auch als Pumpenhaus, um das Abwassers direkt in die benachbarte Kläranlage abzuleiten. Dieses Vorzeigeprojekt soll als Beispiel für die gesamte LEADER-Region Landkreis Regensburg dienen und weitere Gemeinden und Landwirte motivieren, in diesem Bereich tätig zu werden.

Am 06. Oktober 2018 weihte Bürgermeister Johann Schiller den öffentlichen Waschplatz in Riekofen, der gleichzeitig das erste LEADER-geförderte Projekt im südlichen Landkreis Regensburg darstellt, feierlich ein und begrüßte neben zahlreichen Ehrengästen auch viele interessierte Bewohner der Gemeinde.

  • Projektträger: Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V.
  • LEADER Förderung: Voraussichtlich 22.541 €

Aufbauend auf dem bereits vorhandenen Erholungskonzept, den Planungen des Vereins für Naherholung hinsichtlich der infrastrukturellen Erschließung und umfassender Bürgerbeteiligung, wurde im Februar / März 2016 als vorgeschaltetes Projekt ein Besucherlenkungskonzept mit Unterstützung von LEADER entwickelt. Durch die konzeptionelle und einheitliche Ausschilderung sollen im Erholungsgebiet Guggenberger See die Gäste geführt, Zielgruppenkonflikte entschärft sowie Besucher für den Naturraum sensibilisiert und auf ein ordnungsgemäßes Verhalten (wie z.B. Müllentsorgung, Umgang mit Wasservögeln, Nutzung mit Hunden etc.) hingewiesen werden.

Im Rahmen des Beschilderungskonzeptes wurden drei unterschiedliche Schildertypen (Portalbeschilderung, Streckenwegweiser und Hinweisschilder), die Schilderanzahl, ihre Standorte, ein einheitliches Rahmenlayout und eine eigene Bildsprache mittels Piktogrammen entwickelt. Außerdem sind ein interaktives Informations- und Beteiligungsportal sowie ein Flyer mit Erläuterungen zum neuen Besucherlenkungskonzept und Verhaltenshinweisen angedacht.

Im Rahmen des vorliegenden Projektes sollen nun die im Besucherlenkungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden. Die einzelnen Schilder sind detailgenau zu gestalten, mit Inhalten zu befüllen und vor Ort aufzustellen. Die alte, uneinheitliche Beschilderung, wird zuvor vom Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V. entfernt. Zum Bekanntmachen des neuen Besucherlenkungssystems und grundlegenden Verhaltenshinweisen wird ein Flyer im Rahmenlayout gestaltet, gedruckt und kostenlos verteilt. Daneben entsteht ein Internetportal zur Förderung des unkomplizierten Dialogs mit den Benutzern des Guggenberger Sees, das auch direkt vor Ort über einen eigenen QR-Code per Smartphone nutzbar ist.

  • Projektträger:
    Gemeinde Wald
    , Verwaltungsgemeinschaft Wald, Herr Bürgermeister Hugo Bauer, Hauptstraße 14, 93192 Wald
    Gemeinde Bernhardswald, Herr Bürgermeister Werner Fischer, Rathausplatz 1, 93170 Bernhardswald        
    Gemeinde Wenzenbach, Herr Bürgermeister Sebastian Koch, Hauptstraße 40, 93173 Wenzenbach
    Gemeinde Zell, Verwaltungsgemeinschaft Wald, Herr Bürgermeister Thomas Schwarzfischer, Hauptstraße 14, 93192 Wald
    Markt Falkenstein, Herr Bürgermeister Thomas Dengler, Marktplatz 1, 93167 Falkenstein

  • LEADER Förderung: 18.286,-€ / beantragte EU-LEADER Förderung 12.800,- € (70 %)

    Zuschüsse anteilig:
    Markt Falkenstein 2.374,64 €
    Gemeinde Zell 1.537,16 €
    Gemeinde Wald 2.095,51 €
    Gemeinde Bernhardswald 2.932,96 €
    Gemeinde Wenzenbach 1.816,32 €


Seit Stilllegung der Bahnstrecke Regensburg-Falkenstein im September 1984 dominieren auf der ehemaligen Bahntrasse Fahrradfahrer, Wanderer und Nordic-Walker. Insgesamt schlängelt sich die Strecke rund 45 km sanft bergauf in den Vorderen Bayerischen Wald, ab dem ehemaligen Abzweig der Lokalbahn nach Falkenstein am Bahnhof Wutzelhofen, sind es noch 36 km.

Neben der waldreichen, sanft gewellten Landschaft abseits des Straßenverkehrs und fernab der Alltagshektik, finden sich entlang der Stecke auch historische Überbleibsel aus der Eisenbahnepoche, wie z.B. Geländeeinschnitte, Bahndämme, Brückenbauwerke, ehemalige Passa-gier- und Verladebahnhöfe, Signalanlagen, Haltestellenschilder und Kilometersteine.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes wollen die beteiligten Gemeinden Wenzenbach, Bernhardswald, Wald, Zell und Falkenstein die ehemalige Bahntrasse Regensburg-Falkenstein gemeinsam qualitativ weiterentwickeln und thematisch in Szene setzen, um das Freizeitangebot in der Region nachhaltig zu verbessern.

Durchgängige thematische Erschließung des ehemaligen „Falkenstein Bockerls“

Zur thematischen / qualitativen Aufwertung ist es notwendig, das vorhandene touristische Potenzial besser in Wert zu setzen. Die historische Bedeutung als ehemalige Bahntrasse, die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten sowie weitere Freizeitmöglichkeiten entlang der Strecke sollen weiterentwickelt, inhaltlich umfassend aufgearbeitet und verständlich dargestellt werden. Neben der zusammenfassenden Darstellung in den gemeinsamen Informationsmaterialien sind ca. 16 Informationstafeln zur lokalen Historie, angrenzenden Ortschaften etc. geplant. Damit soll ein Qualitätsmerkmal der ehemaligen Bahntrasse Regensburg-Falkenstein entstehen, um Naherholungssuchende und Touristen verstärkt in die Region des Vorderen Bayerischen Waldes zu locken. Ergänzend dazu entstehen in drei Gemeinden als Einzelprojekte themenbezogene Erlebnisstationen „Eisenbahn“. Eine einheitliche Radwegbeschilderung nach FGSV-Standard (Bayernetz für Radler) konnte in der Vergangenheit bereits realisiert werden.

Ganzheitliches und professionelles Marketing

Die qualitative Aufwertung durch eine ganzheitliche thematische Erschließung soll von einem stimmigen Marketing begleiten werden, um sich als Freizeit- und Erholungsregion zu etablieren und neue Zielgruppen zu gewinnen. Kernpunkt der Außendarstellung ist die Gestaltung eines neuen Radwegefaltplans mit Informationen zur Historie der Bahntrasse Regensburg-Falkenstein, den angrenzenden Ortschaften mit Ihren Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten sowie die Verortung in einer kartographischen Darstellung der Region. Um die gemeinde- und landkreisübergreifende thematische Inszenierung in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist eine Auftaktveranstaltung vorgesehen. Im Zentrum dieser Auftaktveranstaltung stehen eine gemeinsame, professionell geführte Radtour und besondere Attraktionen in den angrenzenden Gemeinden bzw. an historisch / landschaftlich besonders interessanten Standorten entlang der ehemaligen Bahntrasse. Für die Auftaktveranstaltung wird in verschiedenen Print- und Onlinemedien geworben, mittels einer eigens gestalteten Werbeanzeige. Diese Veranstaltung soll in den folgenden Jahren verstetigt und als Aktionstag etabliert werden.

Für öffentlichkeitswirksame Auftritte, z.B. bei Tourismusmessen, werden Roll-Up-Displays gestaltet, die auch von den beteiligten Gemeinden zu Presseterminen genutzt werden können. Um in den Werbematerialien die Region bestmöglich präsentieren und Emotionen bei potenziellen Gästen wecken zu können, muss auch aktuelles und professionelles Bildmaterial angeschafft werden.

Zielgruppenoffensive

Die Stärken der historisch bedeutsamen, verkehrsarm verlaufenden, überschaubar langen Strecke in der herrlichen Landschafts- und Kulturkulisse des Vorderen Bayerischen Waldes, sollen mit dem Projekt besser herausgearbeitet und genutzt werden. Eine mögliche neue Zielgruppe stellen Senioren dar, auf deren Bedürfnisse beispielsweise durch die Aufwertung E-Bike-Infrastruktur eingegangen wird. Damit wird durch das Projekt auch auf den demografischen Wandel reagiert. Durch die gut aufbereitete Darstellung der Historie als Bahntrasse, die überschaubare Streckenlänge von 45 Kilometern und die Wegführung abseits des Straßenverkehrs, bietet sich die Trasse Regensburg-Falkenstein mit all ihren kulturell und landschaftlichen Besonderheiten und Freizeitmöglichkeiten für Exkursionen von Schulklassen und anderer interessierter Gruppen sowie bildungsaffinen Familien an.

  • Projektträger: LAG Südlicher Steigerwald e.V.
  • Projektpartner: Landkreis Regensburg, Landkreis Schwandorf, Landkreis Amberg-Sulzbach, LAG Nürnberger Land, LEADER Region Landkreis Fürth, Heimatverein Landkreis Fürth, LAG Aischgrund, LAG ErLebenswelt Roth, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, LAG Altmühlfranken, LAG Region Hesselberg, LAG Region an der Romantischen Straße, LAG Region Bamberg
  • LEADER Förderung: Gesamt 171.464,13 €; Anteilig Landkreis Regensburg 14.288,68 €

Kulturlandschaften entstehen durch die dauerhafte Beeinflussung, insbesondere die wirtschaftliche und siedlungsmäßige Nutzung, der ursprünglichen Naturlandschaft durch den Menschen. Kulturlandschaften sind regional sehr differenziert ausgeprägt. Diese Unterschiede sind zwar auch von der Natur beeinflusst, entstanden aber hauptsächlich durch die Art und Verteilung der Siedlungen, die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit und die Ausbildung des Verkehrsnetzes. Dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl an Kulturlandschaftselementen, die bedeutsames regionales Kulturgut darstellen und oftmals Grundlage für die Herausbildung regionaler Identitäten sind.

Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes werden möglichst viele verschiedene, regional unterschiedliche Kulturlandschaftselemente in den zwölf beteiligten LEADER-Regionen als „Zeugen der Vergangenheit“ erfasst, dokumentiert und in einer Datenbank gesichert sowie öffentlich zugänglich gemacht. Diese Datenbank für kulturelle Schätze stellt den zentralen Projektbaustein dar und wird von einem geförderten Projektmanagement professionell aufgebaut und betreut. Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege und der bayerische Landesverein für Heimatpflege bringen sich hierbei fachlich ein und betreuen die Datenbank nach Projektende weiter. Die Erfassung und Dokumentation der (historischen) Kulturlandschaftselemente erfolgt durch ehrenamtliche Helfer in den beteiligten Regionen. Damit grundlegende und einheitliche Erhebungsstandards sichergestellt sind, wurden die ehrenamtlichen Helfer im Rahmen von Workshops und Vorträgen durch das Projektmanagement und Fachreferenten im Frühjahr 2018 geschult. Die erfassten Kulturlandschaftselemente werden zunächst von den Erfassern in die Datenbank eingegeben, anschließend vom Projektmanagement genau überprüft, nötigenfalls nachbearbeitet und abschließend zur freien Ansicht in der Datenbank freigegeben. Um die entstehende Datenbank mit vielen wertvollen (historischen) Kulturlandschaftselementen bekannt zu machen und gleichzeitig die Bevölkerung für die Gefährdung (historischer) Kulturlandschaften zu sensibilisieren, wurden Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit realisiert. So wurde unter der Adresse http://historische-kulturlandschaft.net/ eine informative Internetseite eingerichtet, ein übersichtlicher Informationsflyer erstellt und regelmäßige Presseberichte veröffentlicht.

  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • Projektpartner: Landkreis Straubing-Bogen
  • LEADER Förderung: Anteilig Landkreis Regensburg voraussichtlich 25.421,49 €

Viele Umweltexperten und -verbände warnten schon lange vor dem Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ vor einem außergewöhnlich starken Rückgang der Biodiversität. Die Ursachen dafür sind vielfältig, der steigende Flächenverbrauch von Siedlungen und der Rückgang von Blühflächen in Siedlungsräumen gehören unstrittig dazu. Auch in den Landkreisen Regensburg und Straubing-Bogen dehnen sich Siedlungen immer weiter aus und verdrängen natürliche Lebensbereiche. Zudem handelt es sich bei den verbliebenen und angelegten öffentlichen (Grün-) Flächen in Siedlungen häufig um artenarme Rasenflächen, wenig attraktive Gehölzpflanzungen, pflegeintensive Wechselpflanzungen oder sogar vollständig versiegelte Flächen (z.B. Schotterflächen). Damit verschwinden immer mehr heimische Blühpflanzen aus den Ortschaften, womit nicht nur die Artenvielfalt der Pflanzen verloren geht, sondern auch Insekten ihre Nahrungsgrundlage verlieren und zu verschwinden drohen. Aber nicht nur Insekten, das ganze Ökosystem – und letztendlich auch der Mensch – werden von den negativen Auswirkungen betroffen sein.

Dieser bedrohlichen Entwicklung wird im Rahmen des Kooperationsprojektes „Blütenzauber in unseren Dörfern“ in 23 Gemeinden des Landkreises Regensburg und 26 Gemeinden des Landkreises Straubing-Bogen aktiv entgegengewirkt werden. Zentraler Aspekt dabei ist die dauerhafte Anlage von naturnahen und langlebigen Blühflächen mit heimischen Pflanzenarten, sowohl zur Bewahrung der Biodiversität als auch als Lebensraum bzw. Lebensgrundlage für Insekten. Zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Bevölkerung hinsichtlich der Bedrohung der Artenvielfalt von heimischen Insekten- und Pflanzenarten werden Informationstafeln aufgestellt, die auf das Projekt hinweisen und über einen QR-Code direkt zur Website „Blütenzauber in unseren Dörfern“ führen. Hier erwarten den interessierten Besucher grundlegende thematische Informationen und eine Beschreibung der verschiedenen Blühflächen. Darüber hinaus entsteht zur nachhaltigen Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Zielgruppen Kinder- und Jugendliche ein Fotobildband mit allen Blühflächen und es werden verschiedene Lehraktionen für Kindergärten und Schulen durchgeführt. Das landkreisübergreifende Kooperationsprojekt soll Vorbildfunktion haben und möglichst viele Gemeinden (auch außerhalb des Projektgebietes) und Privatpersonen zum Erhalt der heimischen Insekten- und Pflanzenvielfalt durch das Anlegen naturnaher Blühflächen motivieren. Jede weitere naturnahe Blühfläche, egal ob öffentlicher Bereich oder privater Garten, bedeutet wichtigen Lebensraum für heimische Pflanzen und Tiere.

  • Projektträger: KUNSTPARTNER GbR
  • LEADER-Förderung: 26.772,99 €

Seit 2005 betreiben die KUNSTPARTNER Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler im aufwendig sanierten, historischen Stallgewölbe ihrer über 300 Jahre alten Schlossgaststätte in Adlmannstein eine bekannte Galerie für zeitgenössische Kunst.

Zur Erweiterung des kulturellen Angebots im (nordöstlichen) Landkreis Regensburg sowie zur Bewahrung regionaler Kunst (-werke) richteten die KUNSTPARTNER im Dachgeschoss des benachbarten Stadels ein Kunstdepot und Schaulager für die Nachlässe regionaler bzw. regionsbezogener Künstler ein.

Um Besucher schon auf den ersten Blick zu beeindrucken wurde das Gebäude im Obergeschoss mit „einer zweiten Haut“ aus schmalen Holzsparen verschalt und die neue Außenbeleuchtung sorgt für ein stimmungsvolles Ambiente. Mit Unterstützung von LEADER konnte auch die bedarfsgerechte Modernisierung des Innenraums realisiert werden. Dabei wurden nicht nur die Böden erneuert und Wände / Decken nach dem „White Cube“ Ausstellungskonzept weiß gestrichen, sondern auch eine Heizung und eine mehrstufige LED-Lichtanlage installiert, mit Hilfe derer die Kunstwerke je nach Bedarf gekonnt in Szene gesetzt werden können. Es entstanden sechs abtrennbare Kunstdepots, in denen aktuell die Werke von Margot Luf, Susanne Böhm und Max Bresele lagern und gleichzeitig in Ausstellungen einbezogen werden können. In Kombination mit dem zentralen Ausstellungsraum entsteht, je nach Wunsch und Interesse der Besucher, eine individuelle Ausstellung, die sich auch erst während eines Besuches ergeben kann. Mit diesem flexiblen Ausstellungssystem vermittelt das KUNSTPARTNER Schaulager immer wieder neue Eindrücke. Durch die „Öffnung“ der Giebelseiten mit hohen Glaselementen wird die herrliche Landschaft des Vorderen Bayerischen Waldes auch in das Ausstellungskonzept integriert. Der Außenbereich wurde im Zuge der Aufwertungsmaßnahmen neu geordnet und mit einigen Kunstwerken dem modernen Gebäude und seiner Nutzung angepasst. Auf der Rückseite des Gebäudes entstand zudem eine barrierearme Zugangsmöglichkeit. Das KUNSTPARTNER Schaulager stellt einen weiteren Baustein zur Aufwertung der sog. Kulturachse Ost zwischen Tegernheim und Wörth a.d. Donau dar, die durch verschiedenen Projekte seit der Förderphase LEADER+ unterstützt wird. Weitere Informationen zum Schaulager und Veranstaltungen: https://www.kunstpartner.eu/

  • Projektträger: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsverband Regensburg e.V.
  • LEADER Förderung: 68.719,76 €

Das gut 83 ha große Areal Guggenberger See stellt das am stärksten frequentierte Erholungsgebiet im Landkreis Regensburg dar. Mit seinen knapp 54 ha Wasserfläche bietet der „Guggi“ v.a. die Möglichkeit zum Baden und für unterschiedliche Arten des Wassersports.

Bei der Größe des Sees und den hohen Besucherzahlen bei Badewetter passieren kleinere und größere Unfälle, die (schnelle) Hilfe erfordern. Der DLRG Ortsverband Regensburg leistet hier ehrenamtlich sehr wichtige Tätigkeiten in den Bereichen Wasserrettung und Erste Hilfe, führt aber auch Übungen zur Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung durch und leistet dabei wertvolle Jugendarbeit. Um diese Aufgaben optimal wahrnehmen zu können, errichtet die DLRG am Nordost-Ufer eine Wasserrettungsstation mit geeigneten Räumlichkeiten zur Versorgung von Patienten, für die Lagerung des Rettungsequipments, als Wach- und Aufenthaltsraum mit der notwendigen Ausstattung und Technik für die ehrenamtlichen Helfer sowie mit einen Wachbalkon in erhöhter Position, um die Liegewiesen und den See von Norden her optimal überblicken zu können.

  • Projektträger: Landkreis Regensburg
  • LEADER-Förderung: 6.250 €

Solardachkataster sind im Internet frei abrufbare interaktive Kartenwerke, in denen die Dachfläche jedes Gebäudes im Projektgebiet auf seine Eignung für die Gewinnung von Solarenergie geeignet ist. Die Eignung von Dachflächen wird unter Berücksichtigung der nutzbaren Sonneneinstrahlung und der individuellen Verschattungssituation leicht verständlich dargestellt.

Auch auf der Website des Landkreises Regensburg entstand ein Solarpotenzialkataster (https://www.solare-stadt.de/landkreis-regensburg/  als niederschwelliges und kostenfreies Online-Angebot zur Erstplanung von Photovoltaikanlagen zur Stromproduktion und Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung auf Dachflächen. Ein besonderer Vorteil des seit 13. Februar 2019 leicht zugänglichen Solarpotenzialkatasters für den Landkreis Regensburg ist die herstellerunabhängige Berechnung des Energieertrags und damit der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf dem eigenen Dach. Mit diesen Ergebnissen, die auch als PDF-Dokument verfügbar sind, können im nächsten Schritt Angebote verschiedener Anbieter eingeholt werden. Neben der technischen Einrichtung des Solardachkatasters auf der Landkreis-Website wird die Bevölkerung durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit mit einem neu gestalteten Flyer und Presseberichten für die umweltfreundliche Energieversorgung aus regenerativen Ressourcen sensibilisiert. Durch Steigerung des Anteils klimaneutraler Stromerzeugung mittels Photovoltaik bzw. Wärmeerzeugung aus Solarthermie können jedes Jahr große Mengen an CO2-Emissionen eingespart und damit die Eindämmung des Klimawandels wirksam unterstützt werden. Gleichzeitig ergeben sich mit dem Ausbau von Photovoltaik- und Solarthemieanlagen auch positive Effekte für die regionale Wertschöpfung, zum einen mit der Wertigkeit des erzeugten Stroms und zum anderen für Handwerks und Gewerbebetriebe.

  • Projektträger: Zweckverband zur Wasserversorgung Rottenburger Gruppe
  • Projektpartner: Markt Schierling, Markt Ergolding, Markt Ergoldsbach, Markt Essenbach, Gemeinde Hohenthann, Gemeinde Neufahrn, Markt Pfeffenhausen, Stadt Rottenburg a d.Laaber, Gemeinde Weihmichl, Stadt Abensberg, Gemeinde Hausen, Gemeinde Herrngiersdorf, Gemeinde Kirchdorf, Markt Langquaid, Markt Rohr, Gemeinde Wildenberg
  • LEADER-Förderung: Gesamt 132.000 €; Anteilig Landkreis Regensburg 17.667 €

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Rottenburger Gruppe stellt für 16 Kommunen aus den Landkreisen Landshut, Kelheim und Regensburg die Trinkwasserversorgung sicher. Daneben ist es der Rottenburger Gruppe ein Anliegen, der Bevölkerung die Themen Wasserversorgung und Grundwasserschutz näher zu bringen, greifbar zu machen und zu verdeutlichen, wie aufwendig es ist, die Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund entwickelte ein Fachbüro ein Kommunikationskonzept, dessen Hauptbestandteil die attraktive und interaktive Dauerausstellung am Firmensitz der Rottenburger Gruppe in Pattendorf darstellt. Auf ca. 130 qm Fläche im neu errichteten Anbau entstehen verschiedene Informationselemente, wie z.B. interaktive Karten des Verbandsgebietes und zum Pro Kopf-Wasserverbrauch, eine plastische Darstellung des Weges vom Brunnen bis zum Wasserhahn, das Modell eines Wasserschutzgebietes, Bildschirme mit Videos zur Brunnenbohrung, Aufforstung und dem Wasserkreislauf oder ein interaktives Modell zum virtuellen Wasser. Ergänzend zur Ausstellung in Pattendorf wird eine Brunnenstube in Abensberg / Offenstetten als beispielhafter Besichtigungs-Außenstandort für Gruppen entwickelt. Neben den stationären Informationen entstehen mobile Ausstellungselemente und Lernmaterialien für Schulklassen. Damit können die Hauptzielgruppen Kinder und Jugendliche sowohl bei Führungen durch das Informationszentrum (inkl. Außenstandort) als auch im Zuge von externen Veranstaltungen für die Bedeutung einer sicheren, dezentralen Trinkwasserversorgung und für die Belange des Grundwasserschutzes in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Bereich sensibilisiert werden.

  • Projektträger: Gemeinde Tegernheim
  • LEADER-Förderung: 20.954,50 €

Auch die Gemeinde Tegernheim wird vom demografischen Wandel in Form einer Zunahme der älteren Bevölkerung betroffen sein. Die Bevölkerungsvorausberechnung des bayerischen Landesamtes für Statistik prognostiziert eine Zunahme der Bewohner über 65 Jahre um 73% bis zum Jahr 2034. Vor diesem Hintergrund passt sich die Gemeinde Tegernheim an die gesellschaftlichen Veränderungen an und schafft in einem ersten Schritt ein Freizeit- und Bewegungsangebot, dass für Senioren und Menschen mit Behinderung sehr gut geeignet ist.

Der generationsübergreifenden Bewegungsparcours zwischen Sportzentrum und Tegernheimer Schlucht besteht aus insgesamt acht Outdoor-Geräten, wie z.B. einem 4-fach Liegestütz, einer Schrägbank, einer Plattform mit Auf- und Abfahrrampe, einem Dreher (auch für Rollstuhlfahrer geeignet) oder einem Geher. Bei der Geräteauswahl lag besonderes Augenmerk auf den Bedürfnissen von Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Daher sind alle Geräte einfach zu bedienen und so ausgerichtet, dass auch bewegungseingeschränkte bis hin zu dementen Menschen diese benutzen können um ihre Fitness, motorischen Grundfähigkeiten und Koordination zu verbessern. Neben der individuellen Nutzung finden auch speziellen Trainingsstunden statt, die durch ehrenamtliche Fachleute geleitet werden.

Neben seiner Funktion als Freizeitangebot zum Erhalt und Verbesserung der körperlichen Gesundheit für Menschen aus allen Altersklassen und unabhängig von individuellen Ambitionen und körperlichem Leistungsstand, ist der Bewegungsparcours auch als sozialer Treffpunkt gedacht. Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und aus vielen Nationen sollen sich unkompliziert treffen können und über die gemeinsame Freizeitgestaltung ins Gespräch kommen.

Um Bewegungsparcours bekannt zu machen und dessen Nutzung nachhaltig zu sichern, gestaltet die Gemeinde Tegernheim kostenlos erhältliches Informationsmaterial, z.B. in Form eines Flyers mit Übersichtskarte.

  • Projektträger: Bayerisches Rotes Kreuz
  • LEADER Förderung: Voraussichtlich 59.882,71 €

Das gut 83 ha große Areal Guggenberger See stellt das am stärksten frequentierte Erholungsgebiet im Landkreis Regensburg dar. Mit seinen knapp 54 ha Wasserfläche bietet der „Guggi“ v.a. die Möglichkeit zum Baden und für unterschiedliche Arten des Wassersports.

Bei der Größe des Sees und den hohen Besucherzahlen bei Badewetter passieren kleinere und größere Unfälle, die (schnell) Hilfe erfordern. Die Wasserwacht Neutraubling leistet hier ehrenamtlich sehr wichtige Tätigkeiten in den Bereichen Wasserrettung und Erste Hilfe, führt aber auch Übungen zur Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung sowie Rettungstauchen durch und leistet dabei wertvolle Jugendarbeit. Um diese Aufgaben optimal wahrnehmen zu können, errichtet die das BRK als Träger der Wasserwacht Neutraubling am Südwest-Ufer eine Wasserrettungsstation mit geeigneten Räumlichkeiten zur Versorgung von Patienten, für die Lagerung des Rettungsequipments, als Wach- und Aufenthaltsraum mit der notwendigen Ausstattung und Technik für die ehrenamtlichen Helfer sowie mit einen Wachbalkon in erhöhter Position, um die Liegewiesen und den See von Süden her optimal überblicken zu können.

  • Projektträger: Landkreis Amberg-Sulzbach
  • Projektpartner: Landkreis Regensburg, Stadt Regensburg, Regensburg Tourismus GmbH, Landkreis Schwandorf, Landkreis Amberg-Sulzbach, Stadt Amberg, Landkreis Nürnberger Land, Stadt Nürnberg, Landkreis Roth, Landkreis Neumarkt i.d.OPf., Landkreis Eichstätt/Naturpark Altmühltal, Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V.
  • LEADER Förderung: Gesamt 105.199,62 €; Anteilig Landkreis Regensburg 16.831,94 €

Der Fünf-Flüsse-Radweg verläuft auf einer Streckenlänge von gut 300 km entlang der Flüsse Donau, Naab, Vils, Pegnitz und Altmühl sowie des Ludwig-Main-Donau-Kanals. Der in fünf Etappen gegliederte Radweg ist seit Jahren überregional bekannt und gut frequentiert.

Im Rahmen eines landkreisübergreifenden Kooperationsprojektes haben die zwölf beteiligten Projektpartner den Radweg mit gemeinschaftlichen Maßnahmen qualitativ weiterentwickelt und damit seine Attraktivität und Anziehungskraft für Erholungssuchende und Einheimische erhöht.

Ein gefördertes Projektmanagement koordinierte das Kooperationsprojekt, betreute die Umsetzung der verschiedenen Projektbausteine und fungierte als zentraler Ansprechpartner für die Projektbeteiligten. Zur Verbesserung der Infrastruktur wurde der Fünf-Flüsse-Radweg lückenlos und einheitlich gemäß Vorgabe der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) beschildert. Um den Fünf-Flüsse-Radweg und die gesamte Region Bayerischer Jura für Tagesgäste noch attraktiver zu gestalten, wurden zum einen bestehende Querverbindungen, wie z.B. der Schwarze-Laber-Radweg, der Naab-Altmühl-Radweg, der Lauterachtal- und Schweppermannradweg sowie Laber-Pegnitz-Radweg, stärker einbezogen und daraus zusätzliche Sterntouren, Trassenvarianten und Abkürzungen entwickelt. Zum anderen wurden die vorhandenen touristischen Potenziale, wie beispielsweise die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, durch eine durchgängige thematische Inszenierung stärker in den Fokus gerückt. Die fünf Etappen, 17 Tagestouren und fünf Abkürzungsstecken widmen sich unterschiedlichen Themen, wie z.B. Welterbe an der Donau, Zeitreise im Altmühltal, Industriekultur am Kanal, durchs Bruchschollenland, Räuber- und Rittertour oder Tour der Baroque. Damit entstanden Erlebnisräume und die Gäste lernen den Bayerischen Jura durch das Erfahren regionaler Geschichte(n) in seinen verschiedenen Facetten kennen. Daneben kümmerte sich das Projektmanagement um eine gezielte und breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit. Im Zuge dessen bekam die Website des Fünf-Flüsse-Radwegs https://fuenf-fluesse-radweg.info/de gestalterisch und technisch ein neues Gesicht, es entstand eine informative faltbare Radkarte und mittels Presseartikeln sowie Anzeigen wurde der Fünf-Flüsse-Radweg intensiv beworben.

  • Projektträger: Bayerischer Bauernverband
  • LEADER-Förderung: 5.204,50 €

Der Bayerische Bauernverband errichtet im stark landwirtschaftlich geprägten südlichen Teil des Landkreises Regensburg einen Themenweg, der einer breiten Bevölkerungsschicht die Vielfalt und Wertigkeit der heimischen Landwirtschaft und regionaler Produkte sowie deren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz näherbringt.

Dazu werden entlang eines Teilstückes des Pilgerwanderweges Via Nova zwischen Aufhausen und Sünching zehn Informationstafeln aufgestellt. Die Texte und Bilder informieren in erster Linie über die landwirtschaftlichen Produkte (Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Raps oder Zwiebeln), die in der Region angebaut werden sowie über die lokale Schweine- und Geflügelzucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verarbeitung und Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Dabei wird die Entstehung unserer Lebensmittel, beginnend beim Ackerbau und der Viehhaltung bis hin zum fertigen Handelsprodukt in der Ladentheke und der enorme Aufwand, der von heimischen Landwirten betrieben dafür betrieben werden muss, nachvollziehbar verdeutlicht. Der dritte Themenkomplex stellt den Beitrag der heimischen Landwirtschaft und regionaler Produkte zum Umwelt- und Klimaschutz, z.B. durch die kurzen Versorgungswege und der damit verbundenen C0²-Einsparung, dar. Neben der visuellen Wissensvermittlung anhand der Informationstafeln finden auch Führungen mit Landwirten „auf dem Feld“ und in einigen angrenzenden Betrieben statt. Damit wird Wissen auch erlebbar gemacht und wirkt deutlich nachhaltiger. Themenweg „Landwirtschaft in der Heimat“ hebt sich damit auch von klassischen Lehrpfaden ab. Für mobile Einsätze, z.B. im Rahmen von Ausstellungen oder Schulveranstaltungen, entstehen zehn RollUps im Layout der Informationstafeln, die bei eigenen Veranstaltungen genutzt und von interessierten Schulen, Gemeinden oder Vereine entliehen werden können.

Neben der Sensibilisierung für die heimische Landwirtschaft und regionale Produkte, entsteht mit dem Themenweg „Landwirtschaft in der Heimat“ und der Verbindung mit der Via Nova auch ein interessantes Freizeit- und Erholungsziel im südlichen Landkreis Regensburg.

  • Projektträger: Tourismusverband Ostbayern e.V.
  • Projektpartner: Landkreis Regensburg, Stadt Regensburg, Landkreis Kelheim, Landkreis Landshut, Stadt Landshut, Landkreis Rottal-Inn, Landkreis Dingolfing-Landau, Landkreis Straubing-Bogen, Stadt Straubing, Landkreis Deggendorf, Landkreis Passau, Stadt Passau
  • LEADER-Förderung: Gesamt 97.062,03 €; Anteilig Landkreis Regensburg 5.120,92 €

Bei dem Projekt „Qualitätssicherung und Erlebnisinszenierung der Radrunden Bayerisches Thermenland“ handelt es sich um eine konsequente Weiterentwicklung des Kooperationsprojekts „Radrunde Bayerisches Thermenland“, das in den Jahren 2016 bis 2018 umgesetzt wurde. Ziel des vorliegenden Projektes ist es, die entstandene Niederbayerntour und die gesamte Region Bayerisches Thermenland durch verschiedene Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Erlebnisinszenierung als Fahrraddestination nachhaltig zu etablieren.

Ein gefördertes Projektmanagement initiiert und koordiniert die unterschiedlichen Projektbausteine, zu denen die Zertifizierung der regionsverbindenden, 244 Kilometer langen Niederbayerntour von Regensburg über Kelheim, Landshut und Landau a.d.Isar nach Passau zur Sterne-Qualitätsradroute durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zählt. Zur Erweiterung des Angebotes für Radfahrer werden entlang bestehender Radwege im Bayerischen Thermenland ergänzende Tages- und Wochenendrouten sowie thematische Radtouren entwickelt und einheitlich nach Vorgabe der Forschungsgemeinschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) beschildert. Entlang der Trassen werden zudem Selfie-Points zur physischen Markierung von besonderen Orten (Sehenswürdigkeiten, besonderen Natur- und Landschaftsformen etc.) ausgewiesen, von denen aus die schönsten Selbstportraits aufgenommen werden können. Ergänzend zu den infrastrukturellen Maßnahmen intensiviert das Projektmanagement die Öffentlichkeitsarbeit, u.a. mit überregionalen Werbeanzeigen.

  • Projektträger: Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V.
  • LEADER-Förderung: 128.307,84 €

Im Rahmen intensiver Bürgerbeteiligung entstanden in den Jahren 2016 und 2017 der Aktionsplan Inklusion und Demografie „Gemeinsam geht‘s besser“ sowie das seniorenpolitische Gesamtkonzept für den Landkreis Regensburg. Dabei stellte sich im Bereich barrierefreie Freizeit- und Erholungsangebote deutlicher Handlungsbedarf heraus.

Der Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V. nahm sich dem Thema an und baut im beliebtesten Erholungsgebiet des Landkreises Regensburg, dem Guggenberger Sees bei Neutraubling, eine barrierefreie Zugangsmöglichkeit für Menschen mit Behinderung und bewegungseinschränkte Senioren. Diese ist ganzheitlich geplant, d.h. vom Ankommen und Parken bis ins Wasser, und wurde in Zusammenarbeit mit Betroffenen geplant. Im Zuge der Projektumsetzung werden mehreren Behindertenparkplätzen (nach DIN-Norm) angelegt, ein barrierefreier Verbindungsweg zwischen den Parkplätzen und dem Seeufer gebaut, eine aus Holz und Metall bestehende Rampe als barrierefreie Zugangsmöglichkeit für möglichst viele Menschen mit unterschiedlichen Ausprägungen von Beeinträchtigungen zum Guggenberger See installiert sowie eine behindertengerechte WC-Anlage mit barrierefreiem Umkleideraum und der Möglichkeit zum Wechsel auf einen speziellen Wasserrollstuhl errichtet. Bei der Rampe findet sich zusätzlich eine kleine Plattform mit Sitzmöglichkeiten für behinderte und nicht-behinderte Menschen.

Die barrierefreie Zugangsmöglichkeit am Guggenberger See Pilotprojekt stellt nicht nur in der Region ein Pilotprojekt dar und verbessert die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Senioren im Freizeit und Erholungsbereich erheblich. Durch die modellhaften Planungen ist eine leichte Übertragbarkeit auf andere Freizeitseen in der Region Regensburg möglich.

  • Projektträger: Interessensgemeinschaft gesunder Boden e.V.
  • LEADER-Förderung: 15.915,47 €

Im Grenzbereich zwischen dem Regensburger Stadtteil Dechbetten und der Landkreisgemeinde Pentling plant die IG gesunder Boden e.V. ein einzigartiges Boden-Bildungs-Areal zur nachhaltigen Bewusstseinsbildung rund um das Thema Bodengesundheit, natürliche Kreisläufe, gesunde Lebensmittel und Humusaufbau. Rund 1,5 ha Fläche stellte der Eigentümer (Firma Rösl GmbH) der IG gesunder Boden e.V. dafür unbefristet und kostenfrei zur Verfügung.

Das Projekt umfasst folgende Bestandteile:

  • Den Bodenentdeckungspfad „Mensch trifft Boden“, der sich mit der Entstehung, Beschaffenheit und Gesunderhaltung von Böden befasst
  • Einen ca. 2.000qm großen „Weltacker“, der den Weltagrarbericht im Hinblick auf Ackerland und Ernährung für alle Altersklassen begreifbar macht
  • Sowie eine angegliederte solidarische Landwirtschaft zur gemeinschaftlichen Erzeugung und Verteilung natürlich produzierter Lebensmittel für das Stadt- und Landkreisgebiet Regensburg

Einzigartig ist dabei, dass bei allen drei Elementen der komplette Kreislauf und Zusammenhang von Bodengesundheit, sortenfestem Saatgut, Wassergesundheit, Bodenbewirtschaftung, gesunden Lebensmitteln sowie Verkompostierung und Humusaufbau erlebbar wird und ein Wissenstransfer in den Alltag der Besucher und Beteiligten stattfindet.

  • Projektträger: Markt Nittendorf
  • LEADER Förderung: 142.450 €

Auf einer Freifläche im Ortsteil Schönhofen des Marktes Nittendorf entsteht ein Rastplatz für Wanderer und Radfahrer. Der Markt Nittendorf, der das Grundstück dafür bereits vorab erworben hatte mit der Absicht, an dieser Stelle einen Rastplatz zu errichten, beauftragte für die Planung ein Fachbüro. Eine Sonnenterrasse mit Sitzgelegenheiten sowie eine Toilettenanlage waren das Ergebnis. Wanderer und Radfahrer, die beispielsweise auf dem Jurasteig unterwegs sind, können dort Brotzeit machen oder eine Pause einlegen und dabei den Blick auf die Schwarze Laaber genießen. Der Platz wurde im September 2023 eingeweiht.

  • Projektträger: Gemeinde Wiesent
  • LEADER Förderung: 23.679,57 €

In der Gemeinde Wiesent verlaufen mehrere lokale, regionale und Fern-Wanderwege, wie beispielsweise der Franziskusweg, der Wanderweg O 51 von Wiesent nach Frauenzell , der Brennberger Burgensteig, der ostbayerischen Jakobsweg oder der europäischen Fernwanderweg E8. Durch zwei besondere Erlebnisstationen mit historischem Bezug wertet die Gemeinde Wiesent die Wanderwege infrastrukturell und thematisch auf.

Mit dem Thaddäus-Ufer entsteht eine der beiden Erlebnisstationen mit historischem Bezug am Ufer der Wiesent, nur wenige Meter von der Ortsmitte entfernt. Pater Thaddäus ist einer der bekanntesten Söhne der Gemeinde Wiesent. Bei uns nahezu unbekannt, ist er im 19. Jahrhundert in Südamerika mit der Lehre der Kneipp’schen Heiltechniken als sogenannter „Wasserdoktor“ sehr bekannt geworden. Das Thaddäus-Ufer erinnert an sein Leben und Wirken und rückt ihn damit stärker ins Bewusstsein von Gästen und einheimischer Bevölkerung. Dazu wird ein sanft abfallender Uferbereich mit Flachwasserzone modelliert und mit einem breiten Holzsteg und Sitzmöglichkeiten versehen. Direkt im Anschluss an den Holzsteg entsteht eine Wassertretanlage nach Kneipp´schem Vorbild, die mit Handlauf und Rampenzugang barrierearm gestaltet ist. Daneben vermitteln Informationstafeln und künstlerisch gestaltete Objekte (wie z.B. der Thaddäus-Zeitstrahl oder die Mönchssandale) viel Wissenswertes über den sogenannten „Wasserdoktor“. Pater Thaddäus hat eine besondere Verbindung zum Hermannsberg – er wurde 1858 dort geboren und lebte bis zu seinem 13. Lebensjahr hoch über der Gemeinde Wiesent. Daher bot es sich an, eine enge Verbindung mit ebenfalls von LEADER unterstützen Projekt „barrierefreier Franziskusweg am Hermannsberg“ zu schaffen und das Thaddäus-Ufer als Start- bzw. Endpunkt zu nutzen.

An zentraler Stelle direkt in der Ortsmitte, befindet sich an einer Wand von Schloss Wiesent eine 180 x 300 cm große, handgemalte, historische Wanderkarte. Leider hat an diesem Kunstwerk der Zahn der Zeit schon erheblich genagt, weshalb sie restauriert und als zweite Erlebnisstation dauerhaft erhalten wird. Sitz- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie ÖPNV-Anschluss befinden sich im direkten Umfeld der historischen Wanderkarte und bieten damit große Aufenthaltsqualität für eine (informative) Rast.

  • Projektträger: Markt Regenstauf/ 1. Bürgermeister Josef Schindler
  • LEADER Förderung: Baukosten gesamt (brutto) 77.891,61 €

2011 wurde durch den OGV Steinsberg eine Streuobstwiese am Weinberg gepflanzt und unter anderem als Lehrgarten für Kinder genutzt. Im Zuge der „Kleinen Dorferneuerung“ forderte die Bürgerinitiative Steinsberg-Eitlbrunn-Loch (StEiL), am südöstlichen Spitz der Streuobstwiese ein Landschaftskino zu errichten. Ferner häuften sich Anfragen von Imkern, ihre Bienenstände an der Streuobstwiese, die die Voraussetzung für den Standort von Bienenlehrstände erfüllt, aufstellen zu dürfen.

Um das Umweltbewusstsein, die Wichtigkeit der Honigbienen und den Nutzen für die Allgemeinheit zu verdeutlichen, hat sich der Markt Regenstauf, die Imkervereinigung Steinsberg und der OGV Steinsberg dazu entschieden, einen Bienenlehrstand zu errichten.

Das Bienenhaus, das 10 Bienenvölker umfassen soll, ist für Schulklassen, Kindergärten, sonstige Besucherinnen und Besucher und Jungimkern gedacht. Letztere können betreute Anfängerkurse belegen, bei denen sie unter Aufsicht ein Bienenvolk durch das Bienenjahr begleiten.

Der Weinberg im Ortsteil Steinsberg liegt auf einem geschwungenen Höhenzug, der in der Jurazeit gebildet wurde. Am westlichen und südwestlichen Fuß des Berges erblickt man Oberkreide und Malmfelsen. Es kann von den Besuchern bis zu den Toren Regensburg gesehen werden und an den Abendstunden leuchtet der Himmel über Regensburg. Das Landschaftskino befindet sich am südöstlichen Rand der Streuobstwiese und umfasst einen Rahmen aus Lärchenholz mit einer lichten Öffnung. Außerdem sind als Sitzgelegenheit 9 Stühle vorgesehen.

Die Nähe des Bienenlehrstandes zum Landschaftskino ermöglicht eine Nutzung beider Angebote durch die Besucherinnen und Besucher.

  • Projektträger: Gemeinde Pielenhofen/ Erster Bürgermeister Rudolf Gruber
  • LEADER Förderung: Voraussichtlich 70.281€

Durch Pielenhofen verlaufen an der Naab inmitten der Juralandschaft unterschiedliche Freizeitwege, wie zum Beispiel der Fünf-Flüsse-Radweg, der Naabtal-Radweg oder der Radweg Bayerische Eisenstraße.
Ziel des Projektes ist es, die touristische Infrastruktur entlang der Trassen aufzuwerten. Das Projekt beinhaltet die Aufwertung beider Naabufer und des örtlichen Besucherlenkungssystems. Nördlich am Kloster Pielenhofen grenzt eine Naab-Wiese an, die sich sehr gut zur Anlage einer Rast- und Erholungsfläche für Radfahrer, Wanderer, Bootswanderer und auch der einheimischen Bevölkerung eignet. Im Uferbereich ist ein flacher, gekiester Naabzugang mit einer Flachwasserzone geplant. In der Nähe der kleinen Bucht werden durch die Gemeinde Pielenhofen „Waldsofas“ als Sitzmöglichkeit aufgestellt. Die angrenzende Wiese fungiert zukünftig als flach gemähte Liegewiese mit Weidentipis und Weidentunneln. Baumpflanzungen markieren den Übergang zur angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die Zuwegung an der Wieskapelle wird mit Baumpflanzungen und Fahrrad-Stellmöglichkeiten gestaltet. Daran angebunden entsteht eine Anlegestelle für organisierte Bootstouren mit entsprechender Wendemöglichkeit für Fahrzeuge mit Bootsanhänger.
An der Ostseite der Naab entsteht eine Anlegestelle für selbstorganisierte Bootswanderer in Form eines „kleinen Hafens“ und Befestigung mit Dolomit-Blöcken. Um Nutzungskonflikte zu vermeiden, wird der Spielbereich für Kinder am nördlichen Teil des Ostufers mittels eines Wassererlebnisbereichs aufgewertet, im südlichen Teil wird die Liegewiese für den ruhigeren Aufenthalt aufgewertet und zur Straße hin durch eine Kombination aus Hecken und Zaunelementen abgegrenzt.
Für die bessere Orientierung werden verschiedene Schilder, insbesondere Wegweiser, Übersichtstafeln oder QR-Codes zu Freizeitangeboten, für Wanderer und Radfahrer an den zentralen Orten aufgestellt.
Die regionale Wertschöpfung soll durch Gäste generiert werden, die Güter des kurzfristigen Bedarfs oder Übernachtungen nachfragen.

Die Projektidee wurde anhand Bürgerbefragungen von einer Arbeitsgruppe Pielenhofener Gemeinderäte entwickelt. Die Umsetzung ist in den Jahren 2022 und 2023 geplant.

https://www.landkreis-regensburg.de/unser-landkreis/aktuelles/aktuelle-meldungen/dank-leader-foerderung-weg-frei-fuer-die-entdeckerpfade-an-der-naab/

  • Projektträger: Gemeinde Pentling/ Erste Bürgermeisterin Barbara Wilhelm
  • LEADER Förderung: 16.806,73 €

Außerhalb der Gemeindegrenzen von Pentling liegt das Freizeit- und Erholungsgebiet Am Dürrbuckel, bei dem bisher die Möglichkeit bestand, den 2,4 km langen Rundwanderweg und den großen Waldspielplatz wahrzunehmen. Nun wird dieses Gebiet durch die Gemeinde Pentling um einen generationsübergreifenden Bewegungsparcours mit acht verschiedenen Bewegungsgeräten, wie z.B. mit einem Ganzkörpertrainer oder einem Gleichgewichtstrainer, erweitert. Das zusätzliche Angebot des Parcours ergänzt das bestehende Angebot und profitiert durch die gute Anbindung an den Rundwanderweg, den großen Waldspielplatz und den beiden Wanderwegen des Waldvereins Regensburg.

Besonders der Aspekt des demographischen Wandels steht im Mittelpunkt des Projekts zur Erweiterung des Freizeit- und Erholungsgebietes. Das Zusammenkommen aller Altersgruppen und somit der zwischenmenschliche Austausch und die gemeinsame Freude an der sportlichen Betätigung, insbesondere das Trainieren verschiedener Körperregionen, das Verbessern der Koordination und der motorischen Grundfähigkeiten, soll durch die Errichtung eines Bewegungsparcours gefördert werden. Die Bedürfnisse von älteren Menschen werden besonders beachtet, um jeder Generation die Nutzung des Parcours zu ermöglichen. Um das Projekt mit seiner Anforderung, die verschiedenen Altersgruppen anzusprechen, attraktiv zu gestalten, werden örtliche Akteure und Partner, wie z.B. die Seniorenbeauftragte, der Arbeitskreis Senioren, der Ski-Club Großberg und der Leichtathletik-Club Pentling eingebunden. In der Gemeinde Pentling und den angrenzenden Gemeindegebieten gibt es bisher kein vergleichbares Freizeitangebot, sodass auch eine über die Ortsgrenze hinausgehende Benutzung des Bewegungsparcours naheliegend ist.

Bei dem generationsübergreifenden Bewegungsparcours handelt es sich um ein Einzelprojekt der Gemeinde Pentling, dessen Umsetzung in den Jahren 2021 und 2022 geplant ist.

https://www.waldverein-regensburg.de/wanderwege/rundwandern/sued/sr2.html

  • Projektträger: DLRG Wörth-Hofdorf e.V.
  • LEADER Förderung: Voraussichtlich 762.788€

Die DLRG Wörth-Hofdorf e.V. möchte in Wörth in unmittelbarer Nähe zum Hallenbad ein Ausbildungszentrum errichten. Der Ortsverband Wörth-Hofdorf e.V. der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft kümmert sich um die Früh- und Erstschwimmausbildung, Ausbildung von Rettungsschwimmern, Wachdienste im Hallenbad und um die Durchführung des JET Programms in Kooperation mit anderen Ortsverbänden des Bezirkes und Vieles mehr.

Bisher stand kein Gebäude für die Tätigkeiten der Ausbildung, für Schulungen, für die Verwaltung, für Lagermöglichkeiten der Ausrüstung und grundsätzlich für die Unterstellung beispielsweise eines Elektrobootes und Räume für Versammlungen zur Verfügung. Das geplante multifunktionale Gebäude wird eben genannten Tätigkeiten gerecht, indem es zum einen Schulungsräume für zertifizierte Erste-Hilfe-Kurse oder verschiedene Fachausbildungen bietet und zum anderen Lagermöglichkeiten bietet. Durch die breitgefächerten Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten wird die Wasserrettungssituation in der Umgebung verbessert. Das Ausbildungszentrum ist durch seine Lage eine Lehrstätte für „Wassersportler“ der Donau und Seen des Gäubodens und für Bootswanderer des Bayerischen Waldes. Es werden so hauptsächlich die Gebiete Regensburg, Straubing und Cham umfasst.

Getreu dem Motto „Wasser und Leben“ werden auch Seminare im Bereich des Naturschutzes angeboten, um auch auf den Schutz der Lebewesen der Gewässer aufmerksam zu machen.

Für die praktische Ausbildung sind das Hallenbad und das Waldbad fußläufig vom Standpunkt des Ausbildungszentrums erreichbar.

Das Gebäude ist aufgrund eines barrierefreien WCs mit Dusche für alle Altersgruppen nutzbar und es sollen möglichst viele Bürger und Vereine eingebunden werden und Bürgerversammlungen und Sitzungen des Badeausschusses abgehalten werden.

https://www.leader-regensburg.de/projekte/multifunktionales-ausbildungszentrum/

Projekte der Förderperiode 2023-2027

  • Projektträger: Kulturschmiede Kallmünz GbR
  • LEADER Förderung: 32.932,55 €

Das Projekt ‚Kulturschmiede‘ für die Lange Gasse 9 in Kallmünz zielt darauf ab, ein Zentrum für Kunst und Kultur mit generationsübergreifendem Austauschtreffpunkt sowohl für den Markt Kallmünz als auch für (Tages-) Touristen zu erschaffen und das seit über 10 Jahren leerstehende und von historischem Wert geprägte Haus wiederzubeleben.

Das Gebäude wurde mit dem Anspruch des Flairs einer alten Schmiede saniert und mit modernster Technik ausgestattet. Es wird Veranstaltungs- und Kreativflächen mit Besprechungs- und Workshopräumen, Cafébewirtung sowie ein Wohnapartment enthalten.

Der Fokus liegt hierbei vor allen Dingen in der Errichtung eines öffentlichen Treffpunkts. Das Haus soll als einzigartiger Kreativ-Ort für den nördlichen Landkreis dienen. Das Gebäude beheimatet nicht nur den zur Straße gerichteten Bewirtungsraum, sondern gezielt Räumlichkeiten für Kulturveranstaltungen, Festivitäten und Flächen für die Erschaffung und

Umsetzung von Kreativprojekten. Die Einheiten eignen sich hervorragend für öffentliche Veranstaltungen wie beispielsweise Kleinkunstveranstaltungen, Kammerspiele und Hauskonzerte, Lesungen und literarische Abende, kleine Kinovorführungen und Theaterstücke, für Infoabende, Podiumsdiskussionen sowie für Vernissagen und Theater-/ Workshops. In Verbindung mit dem in der ‚Kulturschmiede‘ entstehenden

Kreativbüro sollen in den Räumlichkeiten der ‚Kulturschmiede‘ als Treffpunkt für Kulturschaffende und Mitbürger aus dem Tourismusbereich sowie für Vereinsmitglieder oder auch Einzelpersonen, verschiedenste Veranstaltungsangebote aus den Bereichen Kunst, Kultur und Tourismus kreiert werden.

Beispielsweise werden Erlebnisführungen für den Markt Kallmünz konzipiert, vor Ort umgesetzt und angeboten. Die Initiatoren und Betreiber der ‚Kulturschmiede‘ sind im Kulturbereich sehr gut vernetzt. So werden Kooperationen mit lokalen und überregionalen Vereinen und Kreativschaffenden eingegangen.